Trotz Gucci-Rückgang: Kering hält Umsatz im dritten Quartal dank Schmuck und Brillen stabil

Die französische Luxusgruppe Kering veröffentlichte am 22. Oktober 2026 ihre Umsatzergebnisse für das dritte Quartal 2026. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 3,35 Milliarden Euro (3,76 Milliarden US-Dollar). Dies entspricht einer stabilen Entwicklung auf berichteter Basis und einem Rückgang von einem Prozent auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein positiver Währungseffekt trug einen Prozentpunkt zur Umsatzentwicklung bei.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 erreichte der Konzernumsatz 10,57 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von zwei Prozent auf berichteter Basis und einer stabilen Entwicklung auf vergleichbarer Basis.

Kering setzte die Straffung seines Einzelhandelsnetzes in allen Regionen fort. In den ersten neun Monaten des Jahres schloss der Konzern 128 Filialen und eröffnete 23 neue Standorte. Daraus ergaben sich 105 Nettoschließungen. Damit wurde das ursprüngliche Jahresziel von 100 Nettoschließungen vorzeitig übertroffen. Für das Gesamtjahr 2026 plant Kering nun mindestens 125 Nettoschließungen.

„Der Umsatz im dritten Quartal spiegelt die von uns erwartete Entwicklung im Jahresverlauf in einem schwächeren makroökonomischen Umfeld wider“, erklärte Luca de Meo, Chief Executive Officer (CEO) von Kering. „Die Erholung von Gucci bleibt unsere zentrale Priorität.“

Mode und Lederwaren: Schwache Einzelhandelsnachfrage belastet das Segment

Die Sparte Fashion & Leather Goods erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 2,74 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von einem Prozent auf berichteter Basis und drei Prozent auf vergleichbarer Basis. Der Umsatz im direkt betriebenen Einzelhandelsnetz einschließlich E-Commerce sank auf vergleichbarer Basis um drei Prozent. Der Großhandelsumsatz und die sonstigen Umsätze der Sparte stiegen hingegen auf vergleichbarer Basis um vier Prozent.

Das italienische Modehaus Gucci verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz von 1,29 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von vier Prozent auf berichteter Basis und sechs Prozent auf vergleichbarer Basis. Der Einzelhandelsumsatz sank auf vergleichbarer Basis um neun Prozent. Belastend wirkten sich das geringere Kundenaufkommen in der chinesischen Kernregion und in Japan aus. Der Großhandelsumsatz der Marke stieg dagegen auf vergleichbarer Basis um 45 Prozent auf 120 Millionen Euro. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch eine Erholung des Auftragsbestands gegenüber einer niedrigen Vergleichsbasis.

Ohne Gucci wuchs der Einzelhandelsumsatz im direkt betriebenen Filialnetz der Sparte Fashion & Leather Goods auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent.

Das französische Modehaus Saint Laurent verzeichnete nachhaltiges Wachstum in Westeuropa und Nordamerika. Die italienische Marke Bottega Veneta übertraf in wichtigen Regionalmärkten die Erwartungen. Dazu trugen die Dynamik im Lederwarengeschäft und die Diversifizierung im Bereich Ready-to-wear bei. Die französische Marke Balenciaga zeigte sich im Lederwarensegment stark. Der italienische Maßschneider Brioni setzte sein kräftiges Wachstum im Bereich Maßanfertigungen fort. Das britische Modehaus Alexander McQueen führte seine strategische Neuausrichtung durch eine weitere Straffung des Filialnetzes fort.

Schmuck- und Brillensparten mit zweistelligem Wachstum

Kering Jewelry erzielte einen Umsatz von 239 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von zwölf Prozent auf berichteter Basis und elf Prozent auf vergleichbarer Basis. Der Umsatz im Einzelhandelsnetz wuchs auf vergleichbarer Basis um 18 Prozent. Der französische Juwelier Boucheron verzeichnete eine anhaltend positive Umsatzentwicklung in Südkorea und Japan. Die italienische Marke Pomellato zeigte eine dynamische Entwicklung in Japan.

Kering Eyewear erzielte einen Umsatz von 373 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von sechs Prozent auf berichteter Basis und vier Prozent auf vergleichbarer Basis. Das Wachstum wurde durch die regionale Expansion im Handel, das 40-jährige Jubiläum der dänischen Marke Lindberg sowie die Einführung der Herbst/Winter-Kollektion 2026 der hawaiianischen Brillenmarke Maui Jim unterstützt.

Der Umsatz im Bereich Corporate und sonstige Aktivitäten sank auf berichteter Basis um fünf Prozent auf 27 Millionen Euro. Der italienische Porzellanhersteller Ginori 1735 verzeichnete jedoch ein zweistelliges Wachstum.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung bestätigte Kering seine Prognose, die wiederkehrende operative Marge im Gesamtjahr 2026 zu verbessern. Dieses Ziel will der Konzern durch fortlaufende Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz erreichen und gleichzeitig weiter in die Stärke seiner Marken investieren.


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