Tous: Steigende Rohstoffpreise lassen Jahresgewinn einbrechen
Der spanische Schmuckanbieter Tous hat im Geschäftsjahr 2025 deutlich weniger verdient. Als Gründe für den Gewinneinbruch nannte das Unternehmen am Montag unter anderem höhere Rohstoffpreise, ungünstige Währungseffekte und die schwächere Nachfrage.
Laut Angaben des Managements belief sich der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf 493 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um 5,7 Prozent im Vergleich zu 2024.
Der Nettogewinn rutschte sogar um 58,7 Prozent auf 18,6 Millionen Euro ab. Das Unternehmen begründete dies mit höheren Beschaffungskosten. „Im Jahr 2025 hat Gold einen außergewöhnlichen Aufwärtstrend erlebt, wobei sich die Preise seit 2023 verdoppelt haben und allein im Jahr 2025 ein Anstieg von 36 Prozent zu verzeichnen war“, heißt es in einer Mitteilung. Auch sonst habe der Schmuckhersteller den Inflationsdruck bei wichtigen Rohstoffen zu spüren bekommen.
Das Unternehmen habe aber entschieden, die gestiegenen Materialkosten nicht an die Endkund:innen weiterzugeben. Vielmehr trage es „die Kostensteigerung selbst, um seinem Engagement für erschwinglichen Luxus treu zu bleiben“.
Das Management kündigt neue Reformpläne an
Angesichts der deutlichen Verschlechterung der Resultate kündigte das Management eine neue Phase ihres Mitte 2024 vorgestellten strategischen Plans „GEM“ an. Mit den zusätzlichen Maßnahmen soll die die internationale Dynamik ab 2027 wiederhergestellt werden. Geplant sind demnach eine Diversifizierung des Produktangebots, der verstärkte Einsatz moderner Technologien und die Einführung eines neuen Ladenkonzepts. Zudem wurde die Überprüfung des Filialnetzes angekündigt. Ab 2027 will das Unternehmen dann die internationale Expansion mit der Eröffnung neuer Läden in Schlüsselmärkten in Europa, Asien und Lateinamerika wieder beschleunigten
Die neuen Initiativen würden es dem Schmuckanbieter ermöglichen, die „Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene zu steigern“, auch wenn „die kommenden Jahre für das Unternehmen nicht einfach sein werden“, erklärte CEO Susana Sánchez in einem Statement.
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