The Platform Group schafft neue Strukturen und bestätigt Jahresprognosen

Der Düsseldorfer E-Commerce-Konzern The Platform Group SE & Co. KGaA hat am Donnerstag einige strukturelle Veränderungen angekündigt. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognosen.

Demnach rechnet das Management für 2026 weiterhin mit einem Bruttowarenvolumen (GMV) von 1,7 Milliarden Euro, einem Nettoumsatz von 1,0 Milliarden Euro und einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Bereich von 70 bis 80 Millionen Euro.

Zu den strategischen Neuerungen gehörten nach Angaben des Konzerns „die gesellschaftsrechtliche Neuaufstellung der bisherigen Shared-Service-Aktivitäten, die Umsetzung einer zentralen Wareneinkaufsgesellschaft sowie die weitere Optimierung und Erweiterung des Beteiligungsportfolios“.

Das Unternehmen setzt künftig auf fünf eigenständige Servicegesellschaften

So seien die verschiedenen Dienstleistungsangebote, die bisher unter einem gemeinsamen Dach angesiedelt waren, auf fünf spezialisierte Gesellschaften aufgeteilt worden. „Die Gesellschaften treten mit eigenen Markenauftritten am Markt auf und sollen das bereits bestehende Geschäft mit externen Kunden gezielt ausbauen“, erläuterte die Unternehmensgruppe. Ziel sei es, „den Umsatzanteil von externen Kunden in den kommenden zwei Jahren auf über 50 Prozent auszuweiten“.

Sven Schumann, der Chief Portfolio Manager des Konzerns, erläuterte den Schritt. „Wir haben eine hohe Nachfrage von Händlern und Geschäftspartnern, die über die letzten zwei Jahre Leistungen wie Marketing oder Software und inzwischen auch KI-Lösungen angefragt haben“, erklärte er in einem Statement. „Nun haben wir eigenständige Gesellschaften etabliert, damit ein individueller Marktauftritt erfolgen kann und wir High Potentials mit Fachwissen gezielt rekrutieren.“

Die Unternehmensgruppe erklärte zudem, die Schaffung einer eigenständigen Wareneinkaufsgesellschaft weiter voranzutreiben, um „Einkaufsvolumina innerhalb der Unternehmensgruppe stärker zu bündeln, Lieferantenbeziehungen zentral zu steuern und zusätzliche Skaleneffekte zu realisieren“.

Der Konzern strafft seine Aktivitäten im Möbel- und Luxussegment

Der Konzern gab darüber hinaus bekannt, seine Aktivitäten in den Segmenten Möbel und Luxus zu straffen. Im Zuge dieser Bemühung werde die bisherige Tochtergesellschaft Digitec Living Brands GmbH „im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens liquidiert“, erklärte das Unternehmen.

Zudem sei die BCR Online-Warenhandels GmbH am 13. Oktober verkauft worden. Im Bereich des eigenen Warenhandels für Luxusprodukte habe der Vorstand „strategisch entschieden, den Bereich Eigenhandel nicht fortzuführen“, hieß es zur Begründung.

Der Konzern bekräftigte, seine Akquisitionsstrategie im laufenden Jahr wie geplant fortzusetzen. Im Fokus stünden dabei „insbesondere Unternehmen aus den Bereichen digitales Marketing und Social Commerce, Plattformen im Bereich Luxusgüter sowie digitale Plattform- und Softwarelösungen“.

Ziel des Maßnahmenpakets sei es, „zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale zu erschließen, gruppenweite Synergien konsequenter zu nutzen und die langfristige Profitabilität weiter zu stärken“, erklärte das Unternehmen.


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