Tendam steigert Jahresgewinn um 26 Prozent und präsentiert Expansionspläne

Die spanische Handelsgruppe Tendam konnte im Geschäftsjahr 2025/26 Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis erzielen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der Mutterkonzern von Ketten wie Cortefiel, Women'secret und Springfield am Dienstag veröffentlichte. Gleichzeitig stellte die Unternehmensgruppe ihre Expansionspläne vor.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 28. Februar endete, belief sich der Konzernumsatz auf 1,47 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf vergleichbarer Fläche wuchsen die Erlöse um 6,1 Prozent.

Zum Umsatzplus trug zudem die Erweiterung des Filialnetzes bei. Im vergangenen Jahr eröffnete der Konzern nach eigenen Angaben 29 eigene und 14 Franchise-Geschäfte. Am Ende des Geschäftsjahres verfügte das Unternehmen damit über insgesamt 1.844 Standorte. Überdurchschnittlich entwickelte sich zudem der Umsatz im Onlinegeschäft, der um 12,9 Prozent anstieg.

Trotz einer niedrigeren Bruttomarge stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 9,4 Prozent auf 368 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte sogar um 26 Prozent zu und erreichte eine Höhe von 112 Millionen Euro.

President und CEO Jaume Miquel würdigte die jüngsten Zahlen. „Die Resultate des Geschäftsjahres 2025/26 bestätigen die Stärke von Tendam als einzigartiges und differenziertes Omnichannel-Ökosystem auf dem Markt“, erklärte er in einem Statement. Das Wachstum bei Gesamtumsatz, vergleichbaren Umsätzen, EBITDA und Nettogewinn liege über dem Marktdurchschnitt.

Zum Wachstum trugen alle Segmente bei. Umsatzstärkste Sparte blieb junge Mode mit den Marken Springfield, High Spirits und Springfield Kids. Ihre Erlöse stiegen um 3,5 Prozent auf 495 Millionen Euro. Im Bereich Erwachsenenmode stieg der kombinierte Umsatz der Marken Cortefiel, Pedro del Hierro, Hoss Intropia, Slowlove und Ooto um 7,8 Prozent auf 394,6 Millionen Euro. Die Sparte Wäsche und Sportswear mit den Marken Women'secret, Dash and Stars und Hi&Bye erzielte ein Plus von 9,9 Prozent auf 466,8 Millionen Euro. Im Outlet-Segment mit der Kette Fifty und ihrer Marke Milano stiegen die Erlöse um 5,5 Prozent auf 110 Millionen Euro.

Zum Start des neuen Geschäftsjahres konnte der Konzern trotz widriger Rahmenbedingungen seinen Wachstumskurs beibehalten. Im ersten Quartal, das am 31. Mai abgeschlossen wurde, erreichte der Umsatz eine Höhe von 288,2 Millionen Euro. Damit wuchs er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 Prozent. Das EBITDA stieg um 11,9 Prozent auf 62,7 Millionen Euro, ein Anstieg von 11,9 Prozent.

Das Unternehmen kündigte zudem an, seinen strategischen Expansionsplan weiter zu beschleunigen. Er sieht für das laufende Jahr mehr als 100 Neueröffnungen vor. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Marken wie Hoss Intropia, Slowlove, OOTO oder Dash and Stars. Nachdem das vergangene Jahr von der Übernahme durch die in Abu Dhabi ansässige Investmentholding Multiply Group geprägt gewesen sei, markiere 2026 „den Beginn der vollen Entfaltung des Potenzials von Tendam“, betonte CEO Miquel. Dies beziehe sich auf „internationale Expansion, die Entwicklung eigener Formate für die neuen Marken, die Erweiterung bestehender Geschäftsfelder, die Stärkung unseres digitalen Geschäfts und eine entscheidende Investition in KI, um unsere Wettbewerbsvorteile zu unterstreichen“, so der Konzernchef.

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