Tchibo testet Textil-Reparaturservice

Der Hamburger Einzelhändler Tchibo GmbH testet derzeit einen neuen Textil-Reparaturservice. Das Pilotprojekt namens „Trag Gutes Weiter“ ist auf sechs Monate angelegt und auf den deutschen Markt beschränkt. Es bietet Kund:innen die Möglichkeit, beschädigte Tchibo-Produkte aus verschiedenen Kategorien wie Hosen, Jacken, Röcke, Kleider, Rucksäcke und Ski- und Kinderbekleidung online zu registrieren und einzusenden. Diese erhalten sie dann professionell repariert zurück.

Die Bearbeitungszeit beträgt nach Angaben des Unternehmens rund zwei Wochen, die Preisspannen richten sich nach dem Produkt und der Reparaturart. Nach Angaben von Tchibo liegen sie beispielsweise bei Hosen zwischen 14,99 und 29,99 Euro und bei Rucksäcken zwischen 22,99 und 26,99 Euro.

Für das Projekt hat sich das Unternehmen zwei spezialisierte Partnerfirmen ins Boot geholt. „Das Düsseldorfer Startup Repair Rebels übernimmt die Organisation und Steuerung des gesamten Prozesses, die Upcycling-Manufaktur Bridge&Tunnel führt die Reparaturen aus“, teilte Tchibo mit. Gemeinsam bündelten die Partner „digitale Stärke, Reparaturkompetenz und den Anspruch, Circular Economy im Alltag erlebbar zu machen“.

Mit dem neuen Service ergänzt der Einzelhändler nach eigenen Angaben seine bestehenden Reparatur-Angebote, die bisher schon für Produkte wie Kaffeemaschinen und Möbel verfügbar sind. „Der neue Textilreparatur-Service erweitert diesen Ansatz nun um einen zusätzlichen, kundennahen Baustein“, erklärte das Unternehmen.

Kristina Kölling, die Head of Environment & Circularity bei Tchibo, erläuterte das Pilotprojekt. „Reparatur ist für Tchibo grundsätzlich kein neues Thema, sondern Teil unseres Verständnisses von Circular Economy“, betonte sie in einem Statement. „Völlig neu ist für uns allerdings die Anwendung im Textilbereich – eine Erfahrung, durch die wir mit diesem Partner-Projekt unseren Ansatz konsequent weiterentwickeln.“


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