Starkes Auslandsgeschäft von Uniqlo beschert Fast Retailing Rekordresultate
Der japanische Handelskonzern Fast Retailing Co. Ltd. konnte am Donnerstag sein fünftes Rekordjahr hintereinander melden. Auch im Geschäftsjahr 2025/26, das am 31. August endete, erzielte die Muttergesellschaft der Bekleidungskette Uniqlo neue Höchstwerte beim Umsatz und Ergebnis.
Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 16,6 Prozent auf 3,96 Billionen Yen (22,4 Milliarden Euro). Wachstumstreiber waren die starke internationale Expansion sowie die anhaltende Dynamik bei Uniqlo. Das Betriebsergebnis für das Gesamtjahr kletterte um 31,7 Prozent auf 743,1 Milliarden Yen. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn erhöhte sich um 25,3 Prozent auf 542,5 Milliarden Yen (3,1 Milliarden Euro).
Uniqlo International bleibt Wachstumsmotor
Uniqlo International blieb der wichtigste Wachstumsmotor. Der Bereich erzielte einen Umsatz von 2,41 Billionen Yen, was einem Anstieg von 26,2 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Das Betriebsergebnis des Segments wuchs um 44,9 Prozent auf 448,1 Milliarden Yen.
In Nordamerika, Europa, Südkorea, Südostasien, Indien und Australien habe die Handelskette zweistellige Umsatz- und Gewinnzuwächse erzielt, erklärte der Konzern. Zudem hätten in Festlandchina die „strukturellen operativen Reformen stetige Fortschritte gemacht“. Dort gebe es „ermutigende Anzeichen für eine Rückkehr zum Wachstum“, heißt es in einer Mitteilung. So sei der Jahresumsatz in der Region währungsbereinigt um etwa drei Prozent gestiegen.
Im japanischen Heimatmarkt erzielte Uniqlo stabile Resultate im Einklang mit den Managementzielen. Der Jahresumsatz stieg um 5,7 Prozent auf 1,08 Billionen Yen, das Betriebsergebnis wuchs um 6,6 Prozent auf 196,6 Milliarden Yen.
Die Konzernmarke GU verzeichnete einen Umsatzanstieg um 1,8 Prozent auf 336,7 Milliarden Yen sowie ein Wachstum des Betriebsergebnisses um 7,8 Prozent auf 32,8 Milliarden Yen. Die Ergebnisse blieben hinter den ursprünglichen internen Zielen zurück. Belastet wurden die Resultate demnach durch Sortimentsungleichgewichte beim Übergang in die Herbst/Winter-Kollektionen sowie durch höhere Betriebskosten aufgrund des Ausbaus der Lagerkapazitäten und gestiegene Marketinginvestitionen.
Das Management prognostiziert weiteres Wachstum
Im Segment Global Brands ging der Umsatz im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf 128,5 Milliarden Yen zurück. Dennoch kehrte das Segment mit einem Betriebsergebnis von 4,4 Milliarden Yen in die Gewinnzone zurück. Theory setzte strukturelle Reformen fort, während PLST dank der Stärke seines Kernangebots im Bereich Strickwaren Umsatz- und Gewinnzuwächse erzielte.
Im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 will Fast Retailing seinen Wachstumskurs fortsetzen. Prognostiziert wird ein Umsatzplus von 12,3 Prozent auf 4,45 Billionen Yen. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn soll um 3,2 Prozent auf 560 Milliarden Yen steigen.
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