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Spinnova rutscht 2025 tiefer in die Verlustzone

Das finnische Textiltechnologie-Unternehmen Spinnova Plc musste im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang und höhere Verluste hinnehmen. Das geht aus einem aktuellen Geschäftsbericht hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Demnach belief sich der Umsatz im vergangenen Jahr auf 344.000 Euro. Damit rutschte er im Vergleich zu 2024 um 54 Prozent ab. Der operative Verlust (EBIT) fiel mit 41,3 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr, in dem er bei 18,3 Millionen Euro gelegen hatte. Das lag nach Angaben des Unternehmens nicht zuletzt an Wertberichtigungen im Umfang von 18,4 Millionen Euro. Der ausgewiesene Nettoverlust stieg von 16,8 auf 40,7 Millionen Euro.

Das Management setzt auf eine neue Strategie

Für Spinnova war 2025 ein weiteres Jahr des Umbruchs. Nachdem der brasilianische Partner Suzano angekündigt hatte, nicht weiter in das Unternehmen zu investieren, präsentierte das Management im Juni eine neue Strategie. Diese setzt auf weitere Sparmaßnahmen, Effizienzverbesserungen und Strukturreformen sowie den Aufbau eines Konsortiums mit Firmen und Organisationen aus der Textilbranche, um die Entwicklung und Produktion der innovativen holzbasierten Spinnova-Fasern weiter voranzutreiben.

Zudem vollzog das Unternehmen im Herbst die komplette Übernahme der beiden Gesellschaften Woodspin Oy und Suzano Finland Oy, die zuvor als Joint Ventures mit Suzano geführt wurden. Damit habe sich Spinnova die „volle Kontrolle“ über die Fertigung seiner Fasern gesichert, hieß es seinerzeit. Derzeit ist die Produktion bei Woodspin aber bis auf Weiteres eingestellt. Der Betrieb werde erst wieder aufgenommen, wenn dies „kommerziell und strategisch gerechtfertigt“ sei, teilte Spinnova nun mit.

Das Unternehmen setzt dabei darauf, dass sein neues, auf Partnerschaften basierendes Geschäftsmodell Früchte tragen wird. So konnte es in den vergangenen Monaten Abnahme-Vereinbarungen für seine Produkte mit namhaften Bekleidungsanbietern wie Armedangels und Tommy Hilfiger schließen und sich die Unterstützung der globalen Plattform Fashion for Good sichern, die nachhaltige Lösungen in der Textilindustrie unterstützt. Die Partnerschaften würden sich derzeit noch nicht in den Umsätzen niederschlagen, seien aber „äußert wichtig“ für die weitere Entwicklung, erklärte Spinnova. Angesichts der zahlreichen Unsicherheiten verzichtete das Management aber erneut auf Prognosen für die zukünftige Geschäftsentwicklung.


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