Die Finanzierungsverhandlungen zwischen dem indischen Internet-Marktführer Snapdeal und dem chinesischen Internetriesen Alibaba könnten aufgrund der von Snapdeal erwarteten hohen Bewertung zu keinem Ergebnis kommen, so spekulieren Experten. Angesichts harter Konkurrenz und dem Druck, gewinnbringend zu arbeiten, erwartet Snapdeal eine Rekordfinanzspritze von Alibaba in Höhe von umgerechnet 920 Millionen Euro. Schon zuvor hatten die beiden Unternehmen Gespräche geführt, konnten sich aber aus ähnlichen Gründen nicht einigen.

Jasper Infotech, Eigentümer von Snapdeal, rechnet mit einer Bewertung von rund 5 Milliarden US-Dollar (4,6 Milliarden Euro), nachdem das Unternehmen im Oktober letzten Jahres umgerechnet 564 Millionen Euro von Japans Softbank aufgebracht hatte. Zu dieser Zeit wurde der Wert des Unternehmens auf 1,66 Milliarden Euro geschätzt. Andere Unternehmen wie eBay, Blackrock, Ratan Tata, PremjiInvest, der persönliche Investmentarm des Wipro Technologies' Vorsitzenden Azim Premji, und die Hedgefonds Myriad Asset Management und Tybourne Capital sind ebenfalls an Snapdeal beteiligt.

Steigende Betriebskosten werden voraussichtlich die Verluste des Unternehmens fast verfünffachen und in diesem Geschäftsjahr auf umgerechnet gut 222 Millionen Euro steigen lassen. In Bezug auf den Bruttowarenwert soll das Unternehmen um rund 30 Prozent hinter Flipkart und Amazon liegen und ist stark daran bemüht, die Differenz durch eine Anpassung von Rabatten und Produktexpansionsstrategien zu überbrücken.

Inzwischen konnte Snapdeal den bekannten indischen Schauspieler und Regisseur Aamir Khan als Markenbotschafter gewinnen. Er wird in der in Kürze anlaufenden Werbekampagne von Snapdeal fürs Fernsehen und die sozialen Medien zu sehen sein, die von der US-Werbeagentur Leo Burnett entworfen wurde.

 

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