Der Hagener Modekonzern Sinn lässt prüfen, ob es im Falle einer Fusion zwischen den Warenhausbetreibern Karstadt und Kaufhof Anlass zu einer Beschwerde beim Bundeskartellamt gibt.

„Wir lassen in den Städten, in denen es Karstadt und Kaufhof und Sinn gibt, prüfen, ob die beiden zusammen eine marktbeherrschende Stellung haben”, sagte Friedrich-Wilhelm Göbel, Generalbevollmächtigter der Sinn GmbH gegenüber der Fachzeitschrift Textilwirtschaft. ”Das könne zum Beispiel im Bereich Wäsche der Fall sein. Die jüngst in “Das macht Sinn” umfirmierten Filialen stehen in deutschen Städten im Wettbewerb zu Kaufhof und Karstadt.

Käme es zu einer Zusammenlegung von Karstadt und Kaufhof hatte auch Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mundt bereits eine intensive Prüfung angekündigt. In einem am Dienstag erschienen Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sprach Mundt von einem extrem umfangreichen und aufwendigen Verfahren.

Die Mutterkonzerne von Karstadt und Kaufhof, die österreichische Signa Holding und die kanadische Hudson’s Bay Company (HBC), verhandeln derzeit über ein Gemeinschaftsunternehmen der beiden Warenhausbetreiber, wie HBC bestätigte. Mitte August könnten die Gespräche zu einem Abschluss kommen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters Ende Juli.

 

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