Schweiz: Uhrenexporte im Mai nahezu stabil

Die Schweizer Uhrenexporte sind im Mai nahezu stabil geblieben. Sie verzeichneten einen leichten Anstieg von 0,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Schweizer Franken (2,2 Milliarden Euro). Dies geschah trotz eines deutlichen Rückgangs in China, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie am Donnerstag mitteilte.

Diese Stabilisierung helfe jedoch, „den kumulierten Rückgang der ersten fünf Monate des Jahres abzumildern“, so der Verband in einer Mitteilung. Der Rückgang seit Anfang Januar beläuft sich nun auf 3,1 Prozent.

Im vergangenen Monat stiegen die Exporte von Schweizer Uhren in die Vereinigten Staaten um 12,3 Prozent. In das Vereinigte Königreich erhöhten sie sich um 24,9 Prozent, wie aus den Daten des Uhrenverbandes hervorgeht.

Frankreich verzeichnete den stärksten Anstieg unter den großen Uhrenmärkten. Das Wachstum betrug 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Verband betonte, dass Frankreich „durch seine Rolle als Logistikplattform“ für den Re-Export der Uhren in andere Märkte angetrieben werde.

Die Exporte nach China fielen hingegen um 21,4 Prozent. Dies dämpfte die Hoffnungen auf eine Erholung in diesem für Schweizer Uhrmacher:innen wichtigen Markt.

Diese Statistiken „bestätigen wahrscheinlich, dass die chinesische Nachfrage verhalten ist“, kommentierten die Analyst:innen von Jefferies. Die Zahlen seit Jahresbeginn hatten nach zwei schwierigen Jahren auf diesem Markt eigentlich eine Besserung angedeutet.

Die Vergleichsbasis sei jedoch „schwach“ gewesen, bemerkt Manuel Lang, Analyst bei Vontobel. Für ihn „könnte dieser Rückgang im Mai als Warnung für diejenigen dienen, die auf eine Erholung in China gesetzt haben“.

Nachdem die Schweizer Uhrenindustrie 2023 Rekordwerte erreicht hatte, erlebte sie zwei schwierigere Jahre. Grund dafür war der Nachfragerückgang in China seit 2024, zu dem 2025 noch Zölle in den Vereinigten Staaten hinzukamen. Seit Anfang 2026 deuteten die Statistiken des Uhrenverbandes jedoch auf eine beginnende Erholung in China hin.

Die Uhrenexporte nach China hatten sich im Januar um fünf Prozent erholt. Im Februar fielen sie um elf Prozent, erholten sich im Folgemonat aber wieder um 4,2 Prozent. Im April zogen sie mit einem Anstieg von 17,1 Prozent deutlich an.

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