Salvatore Ferragamo bremst Umsatzrutsch
Der italienische Modekonzern Salvatore Ferragamo SpA konnte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 seinen Abwärtstrend bremsen. Das geht aus den aktuellen Umsatzzahlen hervor, die das Unternehmen am Donnerstagabend veröffentlichte.
Im Zeitraum von Juli bis September belief sich der Konzernumsatz demnach auf 221 Millionen Euro. Damit blieb er im Vergleich zum Vorjahresquartal unverändert. Bereinigt um Wechselkusveränderungen stiegen die Erlöse um 1,7 Prozent und übertrafen damit die Markterwartungen.
Im eigenen Einzelhandel gingen der Umsatz um 0,7 Prozent auf 169 Millionen Euro zurück, währungsbereinigt legte er aber um 4,4 Prozent zu. Wechselkursbereinigte Zuwächse in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika hätten Einbußen in Asien mehr als ausgeglichen, teilte das Unternehmen mit.
Im Großhandelsgeschäft sank der Umsatz im dritten Quartal um 8,0 Prozent (währungsbereinigt -6,7 Prozent) auf 40 Millionen Euro.
In den ersten neun Monaten sinkt der Umsatz um fast sieben Prozent
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres verzeichnete der Lederwaren-Spezialist einen Gesamtumsatz in Höhe von 695 Millionen Euro, was einem Rückgang um 6,6 Prozent (währungsbereinigt -4,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach.
Im eigenen Einzelhandel sanken die Erlöse dabei um 4,7 Prozent (währungsbereinigt -2,0 Prozent) auf 526 Millionen Euro. Im Großhandelsgeschäft ging der Umsatz um 15,4 Prozent (währungsbereinigt -12,2 Prozent) zurück und belief sich auf 145 Millionen Euro.
Alle Marktregionen mussten in den ersten neun Monaten Einbußen hinnehmen, was aber teilweise negativen Währungseffekten geschuldet war. In Europa schrumpften die Erlöse um 4,1 Prozent (währungsbereinigt -5,0 Prozent) auf 177 Millionen Euro. In Nordamerika sanken sie um 0,4 Prozent auf 207 Millionen Euro, währungsbereinigt wuchsen sie allerdings um 3,6 Prozent. In Mittel- und Südamerika gab der Umsatz um 2,6 Prozent auf 53 Millionen Euro nach. Bereinigt um Wechselkursveränderungen erzielte die Region aber eine Plus von 9,3 Prozent.
Deutlich abwärts ging es allerdings in Asien. In Japan schrumpften die Erlöse um 5,8 Prozent (währungsbereinigt -5,1 Prozent) auf 57 Millionen Euro, in den übrigen Märkten des asiatisch-pazifischen Raums sackten sie sogar um 17,9 Prozent (währungsbereinigt -14,7 Prozent) auf 177 Millionen Euro ab.
Die Kernkategorie Schuhe muss erhebliche Einbußen hinnehmen
Alle Produktkategorien lagen in den ersten neun Monaten im Minus. So sanken die weltweiten Umsätze mit Schuhen um 12,7 Prozent (währungsbereinigt -9,8 Prozent) auf 293 Millionen Euro und mit Lederwaren um 2,1 Prozent (währungsbereinigt +0,6 Prozent) auf 287 Millionen Euro.
Die Erlöse mit Bekleidung gingen um 4,9 Prozent (währungsbereinigt -2,5 Prozent) auf 41 Millionen Euro zurück, der Umsatz mit Seide und anderen Produkten schrumpfte um 2,0 Prozent (währungsbereinigt -0,1 Prozent) auf 51 Millionen Euro.
Der Lederwarenspezialist treibt seine strategischen Reformen weiter voran
Der Konzern hob hervor, dass er seit dem zweiten Quartal eine umfassende Analyse seiner Geschäftsaktivitäten vorgenommen habe. Ziel sei es, einen einheitlichen Ansatz vom Design über die Produktion bis zur Kommunikation und den einzelnen Vertriebskanälen sicherzustellen.
Zudem habe das Unternehmen seine Kollektionen gestärkt, wobei der besondere Fokus auf den Kernkategorien Schuhe und Lederwaren liegt. Hier gehe es vor allem darum, eine „Balance zwischen Tradition und Innovation“ zu erreichen und die Effizienz der Kollektionen zu steigern. Gleichzeitig seien neue Technologien eingesetzt worden, um das Storytelling gezielter auszurichten und die Markenaussage zu schärfen.
Diese Maßnahmen hätten zuletzt bereits zu den positiven Resultaten im eigenen Einzelhandel geführt, erklärte das Unternehmen und betonte, die strategischen Initiativen auch vor dem Hintergrund des unsicheren geopolitischen und makroökonmischen Umfelds weiter voranzutreiben.
„Wir werden weiterhin mit operativer Flexibilität und finanzieller Disziplin vorgehen und Kostenstrukturen und Prozesse gegebenenfalls überarbeiten, ohne dabei die Attraktivität der Marke und das zukünftige Wachstum zu beeinträchtigen“, betonte das Management.
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