Der Luxusgüterkonzern Richemont kommt mit der Übernahme des italienischen Onlineverkäufers Yoox Net-a-Porter (YNAP) weiter voran. Laut provisorischen Zahlen hält der Konzern einen Anteil von 98,394 Prozent an YNAP, wie das Unternehmen am Freitagabend in Genf mitteilte. Nachdem Richemont per 25. Mai nach Ablauf des Übernahmeangebotes noch einen Anteil von gut 95 Prozent vermeldet hatte, sind nun nochmals gut 3 Prozent dazugekommen. Für die restlichen rund 1,6 Prozent der Aktien wird Richemont einen Ausschluss der Minderheitsaktionäre starten.

Richemont hatte das 2,5 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot für die volle Kontrolle von YNAP im Januar lanciert. 2015 hatte der Konzern die Tochter Net-a-Porter mit dem eigenständigen italienischen Internet-Kleiderhändler Yoox zur YNAP verschmolzen. Richemont beteiligte sich seinerzeit mit 50 Prozent an der neu geschaffenen Gesellschaft. Mit der Transaktion will Richemont den in der Welt von Luxusuhren und Schmuck immer wichtigeren Online-Verkaufskanal für die eigenen "Maisons" stärken. (dpa)