Rechtsstreit um KI-Agenten: Amazon erzielt vorläufigen Erfolg gegen Perplexity AI
Ein US-Bundesrichter hat Perplexity AI vorläufig verboten, seinen Comet-Browser für Einkäufe auf Amazon zu nutzen. Comet ist ein KI-Agent, der auf Wunsch der Nutzer:innen selbstständig Aufgaben im Web ausführt. Dazu gehören das Einloggen in gesicherte Amazon-Prime-Konten und der Abschluss der Transaktion.
Der US-amerikanische Onlinehändler Amazon verklagte das Unternehmen wegen Computerbetrugs. Die Klage beruht nicht auf einer fehlenden Zustimmung der Nutzer:innen, sondern darauf, dass Amazon als Plattform dem automatisierten Browsing durch externe Software nie zugestimmt hat. Das Verbot ist vorläufig und Perplexity hat sieben Tage Zeit, um Berufung einzulegen.
Der grundsätzliche Rechtsstreit darüber, ob KI-Agenten ohne Zustimmung der Plattform auf Drittanbieter-Plattformen einkaufen dürfen, ist noch nicht entschieden. Diese Unterscheidung zwischen der Zustimmung der Nutzer:innen und der Zustimmung der Plattform ist der Kern des Falles. Perplexity argumentierte, dass Comet lediglich ausführt, was die Nutzer:innen anweisen. Der Richter wies diese Argumentation vorläufig zurück und verwies auf den aktiven Widerstand von Perplexity.
Als Amazon im August 2025 eine technische Sperre einrichtete, veröffentlichte Perplexity innerhalb von 24 Stunden ein Update, um diese zu umgehen.
Warum Amazon sich wehrt
Amazon hat Gründe, das Tool zu blockieren. Das Unternehmen arbeitet an eigenen Lösungen für eine personalisierte Einkaufsberatung mit Hilfe von KI; der Bot heißt ‚Rufus‘ und die Funktion ‚Help Me Decide‘.
KI-Einkaufsagenten überspringen auch einen entscheidenden Schritt im Geschäftsmodell von Plattformen wie Amazon: die Suchanfrage. Über den gesamten ‚Shopping Funnel‘, vom ersten Interesse bis zum Point-of-Sale, wird ein Wert generiert, für den Werbetreibende bezahlen. Nutzer:innen, die über Comet bestellt, sehen keine gesponserten Ergebnisse oder bezahlten Platzierungen. Dies betrifft Amazon, das 2025 einen Werbeumsatz von 68,6 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Es betrifft auch alle Marken, die in bezahlte Sichtbarkeit auf den Plattformen investieren.
Mit Blick auf die Zukunft hat Amazon seine Nutzungsbedingungen bereits verschärft. Ab dem 4. März 2026 müssen sich alle KI-Agenten identifizieren, wenn sie auf Daten der Website zugreifen wollen.
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