Primark und Circ schließen Partnerschaft für Textil-zu-Textil-Recycling

Der irische Textildiscounter Primark hat eine langfristige Abnahmevereinbarung mit dem Textil-zu-Textil-Recyclingunternehmen Circ unterzeichnet. Ziel ist es, ab 2029 recyceltes Polyester aus Textilabfällen in seine Kleidung zu integrieren.

Die Vereinbarung ist der erste mehrjährige Abnahmevertrag von Primark mit einem Textil-zu-Textil-Recycler. Sie soll dem Discounter helfen, den Einsatz von Kreislauf-Materialien zu skalieren und gleichzeitig seine Abhängigkeit von neuem Polyester zu verringern.

Das recycelte Polyester wird in der geplanten kommerziellen Anlage von Circ hergestellt. Diese wird weltweit Textilrohstoffe, darunter Post-Consumer- und Post-Industrial-Abfällen, beziehen. Der Fokus soll dabei auf dem Werterhalt europäischer Textilabfälle liegen.

Die Technologie von Circ ist für das Recycling von Polycotton-Mischgeweben ausgelegt. Sie trennt und gewinnt sowohl Polyester als auch Zellulose aus Textilabfällen zurück, sodass die Materialien wieder in die Lieferketten der Modebranche eingeführt werden können.

Circ-CEO Peter Majeranowski würdigte die Vereinbarung. „Diese Partnerschaft mit Primark stellt genau die Art von langfristigem kommerziellen Engagement dar, das erforderlich ist, um das Textil-zu-Textil-Recycling von einer Innovation zum Industriestandard zu machen“, erklärte er in einem Statement. „Wenn sich ein globaler Modehändler dazu verpflichtet, recycelte Materialien in zukünftige Kollektionen zu integrieren, sendet das ein starkes Signal an die gesamte Branche: Die Nachfrage ist da, die Materialien sind bereit und die Möglichkeit, zirkuläre Materiallieferketten zu skalieren, ist real.“

Die Partnerschaft wurde im Rahmen der „Primark Cares“-Strategie des Discounters geschlossen. Diese zielt darauf ab, Kleidung und Materialien länger im Gebrauch zu halten und Abfall zu reduzieren. Der Ansatz umfasst Prinzipien des zirkulären Designs, einen „Circular Product Standard“ und Initiativen zur Förderung der Wiederverwendung und Reparatur von Kleidung.

Lynne Walker, die Direktorin von Primark Cares, erläuterte die Hintergründe. „Wir haben ‚Primark Cares‘ mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Qualität und Langlebigkeit unserer Kleidung zu verbessern. Dabei wollen wir zeigen, dass langlebigere Kleidung nicht teurer sein muss“, betonte sie, „Seitdem haben wir greifbare Fortschritte erzielt. Dazu gehören der verstärkte Einsatz von recycelten Fasern, die Einführung von Produkten, die für das Recycling konzipiert sind, und die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit in unserer gesamten Lieferkette.“

Die neue Partnerschaft sei „ein wichtiger Meilenstein, um unsere Ambitionen zu beschleunigen, Kreislaufwirtschaft weiter in unserem Geschäft zu verankern und innovative Textil-zu-Textil-Recyclinglösungen zu skalieren“, so Walker. Diese könnten „in der Zukunft der Mode eine transformative Rolle spielen“.


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