Primark: Jahresumsatz steigt nur dank Neueröffnungen
Der irische Textildiscounter Primark konnte im Geschäftsjahr 2025/26 seinen Umsatz steigern. Der operative Gewinn ging hingegen zurück. Das geht aus dem Jahresbericht des Mutterkonzerns Associated British Foods plc (ABF), der am Dienstag veröffentlicht wurde.
In den 52 Wochen vor dem 12. September belief sich der Umsatz von Primark demnach auf 9,82 Milliarden Britische Pfund (11,8 Milliarden Euro). Das entsprach einer Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um zwei Prozent. Das Plus verdankte die Kette der Eröffnung neuer Filialen. Auf vergleichbarer Fläche ging der Umsatz um 2,6 Prozent zurück. Dies war nach Angaben des Unternehmens auf „makroökonomischen Druck und die gedämpfte Kauflaune der Kund:innen in Schlüsselmärkten“ zurückzuführen.
Schwache Nachfrage in Kontinentaleuropa bremst die Umsatzentwicklung
Vor allem in Kontinentaleuropa verliefen die Geschäfte schwach. Dort ging der Umsatz währungsbereinigt um ein Prozent zurück, auf vergleichbarer Fläche sank er um 4,7 Prozent. Eine weitgehend stabile Geschäftsentwicklung in Spanien und Portugal habe die anhaltenden Einbußen in Frankreich, Italien und Deutschland nicht kompensieren können, erklärte das Unternehmen. In Großbritannien und Irland legten die Erlöse hingegen währungsbereinigt um ein Prozent zu (flächenbereinigt +0,5 Prozent), in den USA stiegen sie währungsbereinigt um 13 Prozent.
Aufgrund höherer Preisnachlässe und gestiegener Investitionen sank die um Sondereffekte bereinigte operative Marge, die im Vorjahr bei 11,9 Prozent gelegen hatte, auf 10,2 Prozent. Der bereinigte Betriebsgewinn von Primark schrumpfte daher um elf Prozent auf 1,01 Milliarden Britische Pfund (1,20 Milliarden Euro).
Die Abspaltung vom Mutterkonzern ABF verläuft planmäßig
Die im April angekündigte Trennung von Primark geht nach Angaben des Mutterkonzerns wie geplant voran. „Wir sind auf einem guten Weg, die Abspaltung von Primark von ABF im Dezember 2027 abzuschließen“, erklärte ABF-CEO George Weston in einem Statement. „Damit bringen wir beide Unternehmen in die richtige Position, um ihre mittel- und langfristigen Wachstumschancen zu nutzen.“
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Primark eine bereinigte operative Marge von rund zehn Prozent. Der weitere Ausbau des Filialnetzes soll voraussichtlich vier Prozentpunkte zum gesamten Umsatzwachstum beitragen.
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