Prada Group: Neun-Monats-Umsatz wächst nur dank Versace-Übernahme zweistellig

Der italienische Modekonzern Prada SpA hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2026 dank der Übernahme von Versace ein zweistelliges Umsatzplus erzielt.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung belief sich dre Konzernumsatz in den Monaten Januar bis September auf 4,54 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf organischer Basis – also bereinigt um Währungseffekte und den Beitrag des im Dezember vergangenen Jahres übernommenen Modehauses Versace – stiegen die Erlöse um vier Prozent. Der Umsatz von Versace belief sich demnach im Berichtszeitraum auf 441 Millionen Euro.

Der Nahost-Konflikt belastet die Umsatzentwicklung

Im dritten Quartal erzielte der Konzern demnach trotz eines „schwierigen Marktumfelds“ ein Plus von elf Prozent (organisch +1 Prozent). In diesem Zeitraum hätten sich die Geschäfte in Amerika weiterhin am besten entwickelt, erklärte das Unternehmen. Japan und die übrigen Märkten des asiatisch-pazifischen Raum seien „stabil“ geblieben, in Europa war die Entwicklung hingegen wie schon in den vorherigen Quartalen „gedämpft“.

Im Nahen Osten hätten sich die Resultate gegenüber dem Vorquartal etwas erholt, die Gesamtentwicklung des Konzerns und insbesondere der Marke Miu Miu aber weiter negativ belastet, heißt es in einer Mitteilung.

Im eigenen Einzelhandel erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten dank der leichten Zuwächse bei den Marken Prada (währungsbereinigt +2 Prozent) und Miu Miu (währungsbereinigt +1 Prozent) sowie der zusätzlichen Erlöse von Versace um acht Prozent (organisch +2 Prozent) auf 3,93 Milliarden Euro, im Großhandelsgeschäft legte er um 33 Prozent (organisch +17 Prozent) auf 428 Millionen Euro zu. Die Lizenzeinnahmen stiegen um 77 Prozent (organisch +16 Prozent) auf 178 Millionen Euro.

Amerika bleibt Wachstumsmotor

Besonders dynamisch entwickelten sich die Retail-Erlöse des Konzerns in Amerika. Dort wuchsen sie um 29 Prozent (organisch +13 Prozent auf 851 Millionen Euro. Im asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans stiegen sie um zehn Prozent (organisch +5 Prozent) auf 1,34 Milliarden Euro, in Europa um vier Prozent (organisch -3 Prozent) auf 1,18 Milliarden Euro.

Rückläufig waren die Einzelhandelsumsätze hingegen in Japan, wo sie um sechs Prozent (organisch +2 Prozent) auf 424 Millionen Euro sanken. Im Nahen Osten schrumpften sie Aufgrund der anhaltenden Konflikte in der Region sogar um 25 Prozent (organisch -23 Prozent) auf 136 Millionen Euro.

Konzernchef Bertelli warnt vor „anhaltenden Marktturbulenzen“

Angesichts der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen verwies Chairman und Executive Director Patrizio Bertelli auf die stabilen Grundlagen des Unternehmens. „Das Umfeld bleibt komplex und unbeständig, was Konzentration, Flexibilität und eine konsequente Umsetzung erfordert“, erklärte er in einem Statement. „Vor diesem Hintergrund bauen wir weiterhin auf unser Fundament aus Kreativität, Produktqualität und Fertigungs-Know-how auf.“

Bertelli unterstrich zudem, dass der Konzern seinen Kurs beibehalten werde. „Auch wenn die Marktturbulenzen voraussichtlich anhalten werden, sind wir zuversichtlich, dass wir die bevorstehenden Herausforderungen meistern können, und werden weiterhin langfristig auf Wachstum setzen, dabei unserer Identität treu bleiben und die Stärken unseres Unternehmens nutzen“, erklärte er.


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