Perfect Moment verringert Nettoverlust trotz niedrigeren Umsatzes
Das britische Luxuslabel Perfect Moment verzeichnete im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2027, das am 30. Juni 2026 endete, einen Rückgang des Nettoumsatzes um 21,9 Prozent auf 1,15 Millionen US-Dollar, verglichen mit 1,47 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Unternehmen am Montag veröffentlichte. Der Nettoverlust verringerte sich dagegen auf 3,5 Millionen US-Dollar, nach 3,8 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Das Londoner Unternehmen wies darauf hin, dass das erste Geschäftsquartal traditionell die umsatzschwächste Periode darstellt und im Geschäftsjahr 2026 rund sechs Prozent des Jahresumsatzes ausmachte. Die Verkäufe in diesem Zeitraum werden von Bademode und Activewear vor der Wintersaison getragen.
„Unser erstes Geschäftsquartal ist saisonal bedingt unser schwächstes. Es wird von Bademode und Activewear vor der Wintersaison geprägt. In diesem Jahr spiegelte es zudem einen bewussten Neustart wider, während wir Perfect Moment zu einem Vollpreis-Luxusmarkenmodell weiterentwickeln“, sagte Jane Gottschalk, Mitgründerin, Creative Director und President von Perfect Moment.
Großhandel legt stark zu, Partnerschaftserlöse fallen weg
Den Umsatzrückgang führt Perfect Moment vor allem auf den Wegfall einmaliger Partnerschaftserlöse zurück, die im Vorjahresquartal angefallen waren. Hinzu kam ein niedrigerer E-Commerce-Umsatz, teilweise ausgeglichen durch das kräftige Wachstum im Großhandel.
Der E-Commerce-Nettoumsatz sank um 40,2 Prozent auf 585.000 US-Dollar, verglichen mit 978.000 US-Dollar im Vorjahresquartal. Das Management führte diesen Rückgang auf die strategische Entscheidung zurück, rabattierte Online-Aktionen schrittweise einzustellen. Die Marke befindet sich im Übergang zu einem Vollpreis-Luxusmarkenmodell.
Der Großhandelsumsatz stieg dagegen um 268 Prozent auf 563.000 US-Dollar, gegenüber 153.000 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Treiber war die Kanalausweitung im Vorfeld der umsatzstarken Wintersaison.
Der Bruttogewinn sank von 889.000 US-Dollar auf 627.000 US-Dollar. Die Bruttomarge verringerte sich um 580 Basispunkte auf 54,5 Prozent, verglichen mit 60,3 Prozent im Vorjahresquartal. Ausschlaggebend war der veränderte Umsatzmix, da im Vorjahresquartal die margenstärkeren Partnerschaftserlöse enthalten waren.
Umstrukturierung der Finanzierungskosten reduziert Nettoverlust
Die Betriebskosten sanken um 1,4 Prozent auf 3,89 Millionen US-Dollar, nach 3,94 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Der operative Verlust weitete sich dennoch um rund 205.000 US-Dollar auf 3,3 Millionen US-Dollar aus, gegenüber einem Verlust von 3,1 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.
Der Nettoverlust verbesserte sich um rund 286.000 US-Dollar auf 3,5 Millionen US-Dollar, beziehungsweise 0,07 US-Dollar je verwässerter Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Nettoverlust noch 3,8 Millionen US-Dollar, oder 0,21 US-Dollar je verwässerter Aktie, betragen. Der deutlich geringere Verlust je Aktie geht dabei überwiegend auf die gestiegene Aktienzahl zurück, die sich von durchschnittlich 19,3 Millionen auf 50,6 Millionen erhöhte. Gestützt wurde die Verbesserung des Nettoergebnisses durch einen Rückgang der Zins- und Finanzierungskosten um 542.000 US-Dollar infolge einer Umstrukturierung der Unternehmensschulden.
Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) weitete sich um rund 564.000 US-Dollar auf 3,1 Millionen US-Dollar aus, gegenüber einem bereinigten EBITDA-Verlust von 2,6 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.
„Im ersten Quartal hat das Unternehmen seine Transformation weiter vorangetrieben, mit Schwerpunkt auf der Stärkung von Technologie und operativer Infrastruktur“, sagte Chath Weerasinghe, Chief Financial and Operating Officer von Perfect Moment. Die weitgehend stabilen Betriebskosten hätten zusammen mit deutlich niedrigeren Finanzierungskosten dazu beigetragen, den Nettoverlust weiter zu verringern.
Gottschalk ergänzte: „Unsere Sommeraktivierung startete später im Quartal als geplant, doch die Verkäufe zogen im Juni an, als unsere Kampagnen Wirkung zeigten. Die Resonanz auf die Marke – insbesondere seitens der Großhandelspartner:innen – war sehr ermutigend.“
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