Neue Ziele bis 2029: On peilt weiteres Wachstum an

Der Schweizer Sportartikelanbieter On Holding AG hat am Dienstag im Vorfeld eines Investorentages seine neuen Finanzziele für den Zeitraum bis 2029 vorgestellt. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seine aktuellen Jahresprognosen.

Für die kommenden drei Jahre strebt On demnach ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum im hohen Zehnerbereich auf währungsbereinigter Basis an. Damit soll der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2029 auf der Grundlage aktueller Wechselkurse eine Höhe von mindestens 5,6 Milliarden Schweizer Franken – also umgerechnet knapp 6,0 Milliarden Euro – erreichen.

Während des gesamten Drei-Jahres-Zeitraums wird nach Angaben des Unternehmens eine Bruttomarge von über 65,0 Prozent erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll pro Jahr im Durchschnitt um mehr als 20 Prozent steigen. Die bereinigte EBITDA-Marge soll dabei im Jahr 2029 eine Höhe von über 22 Prozent erreichen.

Das Unternehmen setzt auf das Strategiekonzept „On Premium Playbook“

Um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, setzt der Sportartikelanbieter auf seine Wachstumsstrategie „On Premium Playbook“. Eckpunkte sind unter anderem die Entwicklung innovativer Produkte in den eigenen Forschungseinrichtungen sowie Partnerschaften mit prominenten Athlet:innen. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, als es den französischen Fußballstar Kylian Mbappé, der bisher beim US-Giganten Nike unter Vertrag stand, als neuen Markenbotschafter vorstellte, um den Einstieg von On ins Fußballgeschäft zu lancieren.

Das „On Premium Playbook“ sieht zudem die Schaffung von „Premium-Erlebnissen“ in den eigenen Vertriebskanälen sowie bei ausgewählten Handelspartnern vor, mit denen die Beziehungen zu den Kund:innen weltweit vertieft werden sollen.

Insgesamt liegt der Fokus darauf, „qualitativ hochwertige Gewinne“ zu erzielen. Durch ein vielfältiges Sortiment soll die Nachfrage durch bestehende und neue Kund:innen gesteigert werden. Ziel ist es, einen hohen Anteil von zum vollen Preis verkauften Produkten zu sichern und damit „starke finanzielle Resultate“ zu erreichen. Diese würden genutzt, um „die Zukunft zu finanzieren“, erklärte das Unternehmen. Geplant sind demnach weitere Investitionen in das Personal und die technologischen Kapazitäten.

On will gleichzeitig den Umsatz und die Marge steigern

Caspar Coppetti, einer der Gründer und Co-CEOs von On, erläuterte die aktuellen Pläne „Wir sind auf dem besten Weg, unsere auf dem jüngsten Investorentag im Jahr 2023 vorgestellten Ziele deutlich zu übertreffen“, betonte er in einem Statement. „Für den Zeitraum bis 2029 verpflichten wir uns, ‚Premium‘ als unseren Leitstern zu betrachten, den Fokus auf die langfristige Perspektive zu richten und jeden Schritt des ‚On Premium Playbook‘ konsequent umzusetzen.“

Das sei „im Prinzip einfach und in der Umsetzung anspruchsvoll“, erklärte Coppetti. Der Plan sei wirkungsvoll, „weil sich die Effekte gegenseitig verstärken: Umsatzwachstum und Margenausweitung stehen bei On nicht im Widerspruch zueinander; sie sind einander ergänzende Effekte unseres ‚Premium Playbook‘“.

Das Management bestätigt seine aktuellen Jahresprognosen

An seinen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr hielt das Management fest: Für 2026 rechnet es damit weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im niedrigen 20-Prozent-Bereich, einer Bruttomarge von mindestens 65,0 Prozent und einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 19,5 und 20,0 Prozent.

Die erwartete Rückerstattung von unrechtmäßig entrichteten US-Zöllen ist in den Prognosen noch nicht berücksichtigt. Derzeit rechnet das Unternehmen mit einer entsprechenden Rückzahlung in Höhe von bis zu 65 Millionen US-Dollar (57 Millionen Euro), die voraussichtlich im Laufe des dritten Quartals erfolgen wird.

Gleichzeitig kündigte On ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an. Der Verwaltungsrat autorisierte demnach den Erwerb eigener Anteilsscheine im Gesamtwert von bis zu einer Milliarde US-Dollar (874 Millionen Euro) bis Ende Dezember 2029.


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