Nach Umsatzrückgang im ersten Quartal: Capri Holdings passt Prognose an
Der US-amerikanische Modekonzern Capri Holdings Limited musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen Umsatzrückgang hinnehmen, konnte aber seinen Gewinn steigern. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den die Muttergesellschaft der Marken Michael Kors und Jimmy Choo am Mittwoch veröffentlichte.
In den drei Monaten vor dem 27. Juni belief sich der Konzernumsatz demnach auf 769 Millionen US-Dollar (666 Millionen Euro). Damit sank er im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,5 Prozent, übertraf aber die Erwartungen des Managements. Bereinigt um Wechselkursveränderungen gingen die Erlöse um 4,1 Prozent zurück. Die Beiträge der im vergangenen Jahr verkauften Marke Versace sind bei den Vergleichszahlen nicht mehr berücksichtigt.
Das Minus war auf Einbußen bei der Hauptmarke Michael Kors zurückzuführen, deren Umsatz um 7,1 Prozent (währungsbereinigt -7,6 Prozent) auf 590 Millionen US-Dollar schrumpfte. Nach Angaben des Unternehmens resultierte der Rückgang teilweise aus veränderten Lieferterminen im Großhandelsgeschäft.
Aufwärts ging es hingegen beim Label Jimmy Choo, das ein Umsatzplus von 10,5 Prozent (währungsbereinigt +9,3 Prozent) auf 179 Millionen US-Dollar erzielen konnte.
Der Konzern macht weitere Fortschritte beim Ergebnis
Dank höherer Umsätze mit zum vollen Preis verkauften Produkten und geringerer Zollaufwendungen stieg die Bruttomarge auf Konzernebene von 63 auf 65 Prozent. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn, der im Vorjahreszeitraum bei 53 Millionen US-Dollar gelegen hatte, wuchs auf 69 Millionen US-Dollar (60 Millionen Euro).
Chairman und CEO John Idol zeigte sich mit den aktuellen Zahlen zufrieden. „Wir sind ermutigt von unseren Resultaten im ersten Quartal, die unsere Erwartungen übertroffen haben und den Fortschritt verdeutlichen, den wir beim Aufbau eines stärkeren und profitableren Unternehmens erzielen“, erklärte er in einem Statement.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen senkte der Konzern seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Ursächlich dafür waren laut einer Mitteilung Lieferverzögerungen bei Michael Kors im zweiten Quartal, ein schwächerer Umsatztrend in der Region EMEA aufgrund des Nahost-Konflikts und negative Währungseffekte. Das Ziel für den um Sondereffekte bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie blieb unverändert und liegt damit weiterhin bei 2,15 US-Dollar.
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