Nach Umsatzplus im dritten Quartal: Levi Strauss erhöht Gewinnprognose

Der US-amerikanische Bekleidungsanbieter Levi Strauss & Co. hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 ein solides Umsatzplus erzielt. Daraufhin erhöhte das Management am Mittwoch seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.

In den drei Monaten vor dem 30. August erreichte der Umsatz eine Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro). Das entsprach einem Anstieg um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf organischer Basis wuchsen die Erlöse um fünf Prozent.

In Nord- und Südamerika stieg der Umsatz der Kernmarke Levi’s trotz geringer Einbußen in den USA (-1 Prozent) um vier Prozent. In Europa legte er um vier Prozent zu, in Asien um fünf Prozent. Weltweit erhöhte sich der Umsatz im eigenen Einzelhandel um zwei Prozent und im Großhandelsgeschäft um sechs Prozent. Das Label Beyond Yoga erzielte ein Plus von neun Prozent.

Dank des Umsatzzuwachses und einer höheren Bruttomarge konnte das Unternehmen sein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 36 Prozent auf 249 Millionen US-Dollar steigern. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen wuchs um 39 Prozent. Der ausgewiesene Quartalsüberschuss sank allerdings um 23 Prozent auf 169 Millionen US-Dollar (151 Millionen Euro).

Das Management hebt seine Gewinnprognose an

CEO Michelle Gass zeigte sich mit den Zahlen zufrieden. „Unsere Resultate im dritten Quartal haben die Stärke unseres diversifizierten Portfolios unterstrichen und unser Vertrauen gestärkt, dass wir die richtigen Strategien verfolgen“, erklärte sie in einem Statement. „Wir verzeichneten starkes Wachstum in unserem internationalen Geschäft und im Großhandel sowie anhaltende Dynamik in unseren Lifestyle-Kategorien. Obwohl unser Direct-to-Consumer-Geschäft hinter unseren internen Erwartungen zurückblieb, haben wir schnell gehandelt, um das Defizit zu beheben.“ Mit Blick auf die bevorstehende Feiertagssaison zeigte sich Gass „ermutigt“. Auf Basis der jüngsten Trendentwicklung sei der eigene Einzelhandel „auf Kurs, im vierten Quartal ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich zu erzielen“.

Angesichts der aktuellen Tendenzen hob das Management seine Jahresprognose für den um Sondereffekte bereinigten Nettogewinn pro Aktie, die bisher bei 1,46 bis 1,52 US-Dollar gelegen hatte, auf 1,54 bis 1,56 US-Dollar an.

Die Umsatzprognose, die zuvor ein Wachstum um 7,0 bis 7,5 Prozent vorgesehen hatte, wurde aber aufgrund negativer Währungseffekte auf etwa 7,0 Prozent gekappt. Auf organischer Basis sollen die Erlöse um 6,0 Prozent steigen. Zuvor war ein Plus von 5,5 bis 6,0 Prozent prognostizier worden.

Chief Financial and Growth Officer Harmit Singh erklärte, dass die Gruppe die strategische Entscheidung getroffen habe, den Großteil der Zollrückerstattung im dritten und vierten Quartal wieder in das Unternehmen zu investieren, um künftiges Wachstum zu unterstützen. Außerdem kündigte das Unternehmen die Einleitung eines beschleunigten Aktienrückkaufprogramms im Umfang von 100 Millionen US-Dollar an.


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