Nach überraschend starkem Quartal: Levi Strauss hebt Jahresprognosen erneut an
Der US-amerikanische Bekleidungsanbieter Levi Strauss & Co. konnte auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 die Markterwartungen übertreffen. Angesichts der unerwartet starken Resultate hob der Denim-Spezialist am Mittwochabend seine Jahresprognosen ein weiteres Mal an.
In den drei Monaten vor dem 31. Mai belief sich der Umsatz auf 1,56 Milliarden US-Dollar (1,36 Milliarden Euro). Das entsprach einer Steigerung um acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf organischer Basis – also bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen im Konzernportfolio – wuchsen die Erlöse um sechs Prozent.
Die Retail-Erlöse steigen überdurchschnittlich
Wachstumsmotor war der eigene Einzelhandel, dessen Stärkung zu den strategischen Prioritäten des Managements zählt. Sein Umsatz legte um elf Prozent zu (organisch +8 Prozent). Im Großhandelsgeschäft erzielte das Unternehmen ein Plus von fünf Prozent (organisch +3 Prozent)
Besonders dynamisch entwickelten sich die Erlöse der Kernmarke Levi’s in Asien, wo sie um zehn Prozent (organisch +12 Prozent) auf 284 Millionen US-Dollar wuchsen. In Amerika erhöhte sich der Umsatz um neun Prozent (organisch +7 Prozent) auf 815 Millionen US-Dollar. In Europa stieg er um vier Prozent auf 420 Millionen Euro, auf organischer Basis ging er allerdings um ein Prozent zurück. Die Erlöse der Sportswear-Marke Beyond Yoga beliefen sich auf 43 Millionen US-Dollar und übertrafen das Niveau des Vorjahresquartals damit um 16 Prozent.
Trotz höherer Zölle und negativer Währungseffekte konnte das Unternehmen seine Bruttomarge um zehn Basispunkte auf 62,7 Prozent steigern. Dies war laut einer Mitteilung insbesondere auf geringere Produktkosten und eine Anpassung der Preispolitik zurückzuführen. So wuchs das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 18 Prozent auf 141 Millionen US-Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn stieg um 30 Prozent auf 87,3 Millionen US-Dollar (76,3 Millionen Euro). Der Quartalsüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen – also ohne die Ergebnisbeiträge der im vergangenen Jahr verkauften Marke Dockers – erhöhte sich um 19 Prozent auf 94,8 Millionen US-Dollar.
CEO Michelle Gass stellt weiteres Wachstum in Aussicht
Angesichts der überraschend starken Zahlen hob das Unternehmen seine Jahresprognosen erneut an. Erwartet wird nun, dass der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 7,0 bis 7,5 Prozent wachsen wird, nachdem zuvor lediglich eine Steigerung um 5,5 bis 6,5 Prozent in Aussicht gestellt worden war. Das Ziel für den um Sondereffekte bereinigten Gewinn pro Aktie, das bisher bei 1,42 bis 1,48 US-Dollar gelegen hatte, wurde auf 1,46 bis 1,52 US-Dollar erhöht.
CEO Michelle Gass zeigte sich mit der jüngsten Entwicklung zufrieden. „Die Marke Levi’s erreicht Verbraucher auf der ganzen Welt auf stärkere Weise als je zuvor, und unsere Ergebnisse für das zweite Quartal sind ein weiterer Beleg dafür, dass unsere Strategien aufgehen und unser Team sie erfolgreich umsetzt“, erklärte sie in einem Statement. Die gezielte Entwicklung „zu einem DTC-orientierten Denim-Lifestyle-Unternehmen“ führe zu schnellerem Wachstum und höherer Rentabilität.
Gass stellte zudem weitere Verbesserungen in Aussicht. „Wir sind zwar mit den Fortschritten zufrieden, befinden uns aber noch in der Anfangsphase unseres langfristigen Wachstumskurses, auf dem uns mehr Erfolgschancen denn je offenstehen“, betonte sie.
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