Nach solidem Auftaktquartal: VF Corporation hebt Umsatzprognose an

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen Umsatzrückgang hinnehmen, konnte aber die Erwartungen übertreffen. Die Muttergesellschaft von Marken wie The North Face, Vans und Timberland hob daraufhin am Mittwoch ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

In den drei Monaten vor dem 27. Juni belief sich der Konzernumsatz auf 1,67 Milliarden US-Dollar (1,47 Milliarden Euro). Das entsprach einem Rückgang um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, Analyst:innen hatten im Vorfeld aber mit höheren Einbußen gerechnet. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um sieben Prozent.. Ohne die Beiträge der im November verkauften Marke Dickies stieg der Konzernumsatz nach Angaben des Unternehmens um ein Prozent, währungsbereinigt blieb er konstant.

The North Face und Timberland wachsen weiterhin solide

Solide Zuwächse erzielten erneut die Marken The North Face und Timberland. Der Umsatz von The North Face stieg um sechs Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) auf 590,9 Millionen US-Dollar, Timberland meldete ein Plus von vier Prozent (währungsbereinigt +3 Prozent) auf 266,1 Millionen US-Dollar.

Das seit Jahren schwächelnde Label Vans musste einen Rückgang um acht Prozent (währungsbereinigt -9 Prozent) auf 459,8 Millionen US-Dollar hinnehmen, die gemeinsamen Umsätze der kleineren Konzernmarken schrumpften aufgrund des Verkaufs von Dickies um 22 Prozent auf 352,6 Millionen US-Dollar.

Nicht zuletzt dank einer höheren Bruttomarge machte der Konzern auch beim Ergebnis Fortschritte. Der operative Verlust wurde um vier Prozent auf 83,1 Millionen US-Dollar verringert und lag leicht über den Prognosen des Managements. Der ausgewiesene Nettoverlust, der im Vorjahresquartal bei 116,4 Millionen US-Dollar gelegen hatte, sank auf 97,2 Millionen US-Dollar (85,3 Millionen Euro). Damit fiel er allerdings höher aus, als die Analyst:innen zuvor erwartet hatten.

Abhishek Dalmia wird neuer CFO

CEO Bracken Darrell würdigte den insgesamt „soliden Start ins Jahr“. Angesichts der überraschend positiven Umsatzentwicklung hob das Management die entsprechende Prognose für das Gesamtjahr an. Bereinigt um Währungseffekte und die Beiträge der Marke Dickies wird nun ein Wachstum um zwei Prozent oder mehr erwartet. Zuvor war eine Steigerung um ein bis zwei Prozent prognostiziert worden.

Der Konzern kündigte zudem einen Wechsel auf einer Schlüsselposition an. Demnach wird Chief Financial Officer (CFO) Paul Vogel seinen Posten zum Ende des Monats niederlegen. Seine Nachfolge tritt am 1. August Abhishek Dalmia an, der seine bisherige Funktion als Chief Operating Officer (COO) behalten wird und künftig eine Doppelrolle im Management übernimmt.


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