Nach kräftigem Wachstum in China: Ralph Lauren hebt Jahresprognosen an

Der US-amerikanische Modekonzern Ralph Lauren Corporation hat am Donnerstag nach überraschend starken Quartalszahlen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 angehoben.

Im ersten Quartal, das am 27. Juni endete, belief sich der Konzernumsatz auf 1,96 Milliarden US-Dollar (1,70 Milliarden Euro) und übertraf das Niveau des Vorjahreszeitraums damit um 14,0 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Wachstumsrate bei 13,4 Prozent. Das deutliche Plus verdankte das Unternehmen zweistelligen Zuwächsen in Asien und Nordamerika.

In Asien erzielt der Konzern die höchsten Zuwächse

Am dynamischsten war die Entwicklung in Asien, wo der Umsatz um 24,3 Prozent (währungsbereinigt +25,3 Prozent) auf 589,3 Millionen US-Dollar zulegte. Wachstumstreiber war der chinesische Markt mit einem Plus von über 40 Prozent.

Der Umsatz in Nordamerika erhöhte sich um 12,8 Prozent auf 740,3 Millionen US-Dollar. Dies verdankte der Konzern nicht zuletzt einem Anstieg um 22 Prozent im Großhandelsgeschäft, der unter anderem auf die Wiederaufnahme der Lieferungen an einen Luxus-Großhandelskunden sowie eine Verschiebung von Lieferterminen aus dem vierten Quartal zurückzuführen war. In Europa wuchs der Umsatz um 7,2 Prozent (währungsbereinigt +4,6 Prozent) auf 594,4 Millionen US-Dollar.

Der Nettogewinn steigt um 19 Prozent

Die Bruttomarge erreichte 73,7 Prozent und lag damit um 140 Basispunkte über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Unternehmen führte dies auf das Wachstum des durchschnittlichen Umsatzes pro Einheit im eigenen Einzehandel und einen vorteilhaften Mix der Vertriebskanäle und Marktregionen zurück. Dies reichte aus, um den Druck durch Zölle und andere Produktkostensteigerungen mehr als auszugleichen. Die bereinigte operative Marge stieg trotz höherer Marketingaufwendungen um 170 Basispunkte auf 18,7 Prozent.

So legte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn um 25 Prozent auf 365,9 Millionen US-Dollar zu. Der ausgewiesene Nettogewinn wuchs um 19 Prozent auf 262,2 Millionen US-Dollar (227,3 Millionen Euro).

Nach „starkem Start“: Das Management setzt sich höhere Ziele

CEO Patrice Louvet würdigte den „starken Start“ in das zweite Jahr, in dem das Unternehmen seinen Reformplan „Next Great Chapter: Drive“ vorantreibt. „Unsere ikonische Marke findet weltweit Anklang und wir investieren weiterhin in die langfristigen strategischen Prioritäten, die zukünftig weiteres nachhaltiges Wachstum und Wertschöpfung vorantreiben werden“, erklärte er in einem Statement. „Dazu gehören die Gewinnung neuer und jüngerer Kund:innen, die Stärkung unserer Kern- und Potenzialkategorien sowie die Entwicklung unserer wichtigsten städtischen Ökosysteme in jeder Region.“

Angesichts der jüngsten Entwicklung hob das Management seine Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr an. Es erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum um etwa fünf bis sechs Prozent und einen währungsbereinigten Anstieg der operativen Marge um 60 bis 80 Basispunkte.


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