Nach durchwachsenen Quartalszahlen: Dick's Sporting Goods senkt Jahresprognosen
Der US-amerikanische Sportartikelhändler Dick's Sporting Goods hat am Dienstag durchwachsene Resultate für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vorgelegt und seine Jahresprognosen gesenkt.
In den 13 Wochen vor dem 1. August belief sich der Konzernumsatz demnach auf 5,59 Milliarden US-Dollar (4,79 Milliarden Euro), was eine Steigerung um 53,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete. Das deutliche Plus resultierte allerdings in erster Linie aus der Übernahme der Handelskette Foot Locker, die 1,74 Milliarden US-Dollar zum Gesamtumsatz beisteuerte. Der Nettogewinn der Unternehmensgruppe rutschte hingegen um 17,3 Prozent auf 315,5 Millionen US-Dollar (270,3 Millionen Euro) ab.
Der Umsatz von Foot Locker bleibt hinter den Erwartungen zurück
Im Kernsegment Dick’s, stiegen die Erlöse auf vergleichbarer Basis um 4,9 Prozent, was nach Angaben des Unternehmens auf „Wachstum in verschiedenen Kategorien, ein starkes Engagement rund um die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 sowie Zuwächse beim durchschnittlichen Bon und beim Transaktionsvolumen“ zurückzuführen war.
Das Foot-Locker-Geschäft verzeichnete hingegen einen Rückgang des Pro-forma-Umsatzes auf vergleichbarer Basis um 3,6 Prozent. Ausschlaggebend waren laut einer Mitteilung die schwache Nachfrage nach klassischen Schuhsilhouetten und weniger Produktlaunches, die hinter den Branchenerwartungen zurückblieben.
Um die Strukturen nach der Übernahme zu straffen, leitete Dick's Sporting Goods eine Überprüfung unproduktiver Assets innerhalb von Foot Locker ein. In den ersten 26 Wochen des Geschäftsjahres wurden 110 Filialen der Handelskette geschlossen. Damit sank die Gesamtzahl der Filialen in diesem Segment auf 2.478.
Höhere Rabatte belasten das Ergebnis
Angesichts der anhaltenden Schwäche in Teilen des Marktes für Sportschuhe und -bekleidung korrigierte das Management seine Jahresprognose nach unten korrigiert. Es erwartet nun einen Nettoumsatz zwischen 21,90 Milliarden US-Dollar und 22,20 Milliarden US-Dollar. Bei Dick's rechnet der Konzern dabei weiterhin mit einem vergleichbaren Wachstum um 2,5 bis 4,0 Prozent. Die Prognose für die Entwicklung des vergleichbaren Pro-forma-Umsatzes bei Foot Locker wurde hingegen auf -2,0 bis 0,0 Prozent gesenkt.
Das Ziel für den um Sondereffekte bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie, das bisher bei 13,50 bis 14,50 US-Dollar gelegen hatte, wurde auf 11,00 bis 12,00 US-Dollar nach unten korrigiert.
Executive Chairman Ed Stack erlklärte, dass die Rabattaktivitäten im Schuhsegment zu einer vorsichtigeren Einschätzung für den Rest des Jahres geführt hätten. Das Vertrauen in die langfristigen Chancen beider Geschäftsbereiche bleibe jedoch unverändert.
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