Moncler Group steigert Halbjahresumsatz um fünf Prozent
Der italienische Modekonzern Moncler SpA konnte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 ein Umsatzplus erzielen und seinen Gewinn erheblich verbessern. Neben den aktuellen Zahlen verkündete die Unternehmensgruppe am Mittwochabend auch namhafte Wechsel in ihrem Verwaltungsrat.
In den Monaten Januar bis Juni belief sich der Konzernumsatz auf 1,29 Milliarden Euro. Damit übertraf er das Niveau des Vorjahreszeitraums um fünf Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um neun Prozent.
Beide Konzernmarken erzielen Umsatzzuwächse
Der Halbjahresumsatz der Hauptmarke Moncler stieg um fünf Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent) auf 1,09 Milliarden Euro. Im eigenen Einzelhandel wuchsen ihre Erlöse um sechs Prozent (währungsbereinigt +10 Prozent) auf 933,2 Millionen Euro, im Großhandelsgeschäft lagen sie mit 156,4 Millionen Euro geringfügig über dem entsprechenden Vorjahresniveau (währungsbereinigt +3 Prozent).
Beim Label Stone Island wuchs der Umsatz um sieben Prozent (währungsbereinigt +11 Prozent) auf 200,3 Millionen Euro. Im eigenen Einzelhandel legte er um zehn Prozent (währungsbereinigt +16 Prozent) auf 109,2 Millionen Euro zu, im Großhandel um vier Prozent (währungsbereinigt +5 Prozent) auf 91,1 Millionen Euro.
Executive Chairman Renzo Ruffini zeigte sich mit den jüngsten Resultaten zufrieden. „Im ersten Halbjahr haben wir bei beiden Marken ein solides Wachstum und eine gute Rentabilität verzeichnet“, erklärte er in einem Statement. „Dabei haben wir uns auf das Wesentliche konzentriert: unsere Produkte, die Kreativität, die unsere Marken einzigartig macht, und die Energie, die wir mit unserem Publikum teilen. Gleichzeitig suchen wir weiterhin nach neuen und ansprechenderen Wegen, um das ganze Jahr über relevant zu sein, weit über unsere Kernsaison hinaus.“
Der Nettogewinn steigt um sieben Prozent
Auch beim Gewinn machte der Konzern Fortschritte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg dank höherer Margen um neun Prozent auf 245,4 Millionen Euro, der Nettogewinn legte um sieben Prozent zu und erreichte eine Höhe von 164,7 Millionen Euro.
Mit Blick auf die kommenden Monate verwies Ruffini auf die anhaltenden Herausforderungen. „Das Umfeld, in dem wir tätig sind, bleibt komplex und schwer vorhersehbar“, erklärte er. „Gerade in solchen Zeiten müssen wir unsere Fähigkeit unter Beweis stellen, entschlossener und zielgerichteter zu handeln, und gleichzeitig diszipliniert und pragmatisch bleiben. Mit dieser Haltung und einer klaren Ausrichtung gehen wir die zweite Jahreshälfte und die sich bietenden Chancen an.“
Alexandre Arnault und Geoffroy van Raemdonck verlassen den Verwaltungsrat
Der Konzern verkündete zudem den Rückzug zweier prominenter Mitglieder des Verwaltungsrates. Alexandre Arnault, der als Vertreter des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH dem Gremium als Non-Executive Director angehörte, habe „aufgrund beruflicher Verpflichtungen“ seinen sofortigen Rücktritt erklärt, heißt es in einer Mitteilung. Für ihn wurde der langjährigeLVMH-Manager Sidney Toledano in den Verwaltungsrat kooptiert. Nach Angaben des Konzerns wird er sein Amt bis zur nächsten Hauptversammlung ausüben.
Gleichzeitig legte auch Geoffroy van Raemdonck seinen Posten als Independent Director „aus beruflichen Gründen“ nieder. Van Raemdonck werde weiterhin als CEO des US-amerikanischen Einzelhändlers Exemplar Luxury Group fungieren, hieß es zur Begründung.
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