Momox-Studie: Interesse an Secondhand steigt

Im Secondhand Fashion Report 2020 von ubup.com, dem Onlineshop für Secondhand-Mode des Berliner Re-Commerce Spezialisten Momox, bestätigt das Unternehmen das wachsende Interesse an Secondhand Kleidung. Eine repräsentative Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar sowie eine Kundenumfrage unter ubup Kunden, bestätigt Trend vom Vorjahr: 56 Prozent der Deutschen haben bereits Secondhand Kleidung gekauft. Das ist ein Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei shoppen Frauen mit 67 Prozent häufiger Secondhand Kleidung als Männer mit nur 49 Prozent.

Wie schon im vergangenen Jahr, bestätigt die diesjährige Kantar-Umfrage, dass der Kauf von Secondhand Kleidung nicht im Zusammenhang mit dem Brutto-Haushaltseinkommen steht. Lediglich die Befragten mit einem Brutto-Haushaltseinkommen von über 50.000 Euro liegen minimal unter dem Durchschnitt von 58 Prozent. Am beliebtesten ist Kleidung aus zweiter Hand vor allem bei Jüngeren: So haben bereits 63 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 64 Prozent der 24- bis 34-Jährigen Secondhand Kleidung gekauft. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Kauflust von Secondhand Kleidung bei den 55- bis 64-Jährigen von 43 auf 51 Prozent gestiegen.

Die repräsentative Kantar-Umfrage zeigt zudem, dass Secondhand Kleidung besonders gerne online gekauft wird: 63 Prozent der Second Hand Käufer shoppen im Netz. Auf Flohmärkten suchen 42 Prozent nach Kleidung aus zweiter Hand, gefolgt von Secondhand Läden mit 37 Prozent. Vor allem Frauen kaufen mit 73 Prozent gerne online Secondhand Mode. Dafür gehen Männer mit 43 Prozent lieber in Secondhand Läden.

Ubup-Kunden nach den Motiven für den Secondhand-Kauf gefragt, nannten die meisten den Nachhaltigkeitsaspekt: 86 Prozent aller Befragten gaben an, Kleidung aus zweiter Hand zu kaufen, weil dies gut für die Umwelt ist. Im vergangenen Jahr waren es 83 Prozent. 79 Prozent shoppen Kleidung secondhand aufgrund der Preisersparnis im Vergleich zur Neuware.

Angesichts der Corona-Pandemie haben ubup und Kantar die möglichen Veränderungen beim Kaufverhalten in Bezug auf Kleidung untersucht. Das Ergebnis: Knapp ein Drittel der Deutschen (29 Prozent) haben aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie weniger Kleidung gekauft – egal ob neu oder gebraucht. Dabei geben 63 Prozent an, dass sie nichts Neues brauchen und fast jedem Zweiten (49 Prozent) erschien der Kleidungskauf nicht wichtig. Gleichzeitig gibt über die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) an, dass sich ihr Kaufverhalten bei Kleidung durch Corona nicht verändert hat. Acht Prozent der Befragten haben mehr Kleidung geshoppt als zuvor.

Foto: Momox

 

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