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Michael-Kors-Mutter Capri: Quartalsumsatz sinkt stärker als erwartet

Von Jan Schroder

3. Feb. 2021

Business

Der US-amerikanische Modekonzern Capri Holdings Limited hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 weniger Umsatz erzielt, als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Der Gewinn fiel allerdings überraschend hoch aus. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den die Muttergesellschaft der Marken Michael Kors, Versace und Jimmy Choo am Mittwoch veröffentlichte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz von Capri in den drei Monaten vor dem 26. Dezember auf 1,30 Milliarden US-Dollar (1,08 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete das einen Rückgang um 17,1 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse um 19,5 Prozent. Vor allem in Europa belasteten die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie weiterhin die Geschäfte. Für Lichtblicke sorgten immerhin ein kräftiges Plus im E-Commerce (+65 Prozent) und zweistellige Zuwächse im chinesischen Einzelhandel.

Beim Label Versace erreichte der Umsatz mit 195 Millionen US-Dollar das Niveau des Vorjahresquartals. Währungsbereinigt sanken die Erlöse allerdings um 6,7 Prozent. Die Kernmarke Michael Kors musste einen Umsatzrückgang um 18,6 Prozent (währungsbereinigt -20,6 Prozent) auf 986 Millionen US-Dollar hinnehmen, bei Jimmy Choo sackten die Erlöse sogar um 26,7 Prozent (währungsbereinigt -27,3 Prozent) auf 121 Millionen US-Dollar ab.

Auch der Gewinn sank gegenüber dem Vorjahresquartal, übertraf aber dank einer deutlich höheren Bruttomarge die Erwartungen der Analysten. Der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss schrumpfte um 14,8 Prozent auf 179 Millionen US-Dollar (149 Millionen Euro). Bereinigt um Sondereffekte lag er bei 250 Millionen US-Dollar und damit lediglich um 1,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 belief sich der Konzernumsatz damit auf 2,86 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang um 34,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entsprach. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn schrumpfte um 63,1 Prozent auf 121 Millionen US-Dollar. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten verzichtete der Konzern weiterhin auf Prognosen für das Gesamtjahr. CEO und Chairman John Idol erklärte, dass Umsatz und Gewinn voraussichtlich im übernächsten Jahr das Vorkrisenniveau übertreffen würden.

Foto: Michael Kors Facebook-Page