Eterna ist insolvent und beantragt Eigenverwaltungsverfahren
Die Eterna Mode GmbH hat beim Amtsgericht Passau einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.
Ziel des Verfahrens sei die Umsetzung des letzten Meilensteins in der Transformation des in Passau ansässige Hemden- und Blusen-Spezialisten, das vollständige Outsourcing der Logistik sowie der Verkauf und die Rückmietung des Betriebsgrundstücks, teilte Eterna am Dienstag mit. Die Antragstellung sei erforderlich gewesen, da „ein Teil der auf dem Grundstück besicherten Finanzgläubiger dem Sale & Lease Back des Grundstücks nicht zustimmten“.
Die Umsetzung der Transformation durch das Verfahren werde von den wesentlichen Finanzierenden, der Kundschaft, Lieferant:innen und Partner:innen von Eterna unterstützt, heißt es in der Mitteilung. Der Geschäftsbetrieb soll unverändert durch das bestehende Management fortgeführt werden, das während des Verfahrens durch Georg Bernsau von der Kanzlei KL Gates LLP unterstützt wird.
Internationalisierung soll voran getrieben werden
Auf Produktseite will Eterna weiterhin auf Modernisierung der Kollektionsinhalte sowie den Ausbau der Internationalisierung setzen. Produktinnovationen in der Menswear wie Merino-Leinen Shirts, neue Performance-Qualitäten im Bereich Smart-Business sowie die zuletzt eingeführte 'Japanese knitted'- Kapsel werden bei den kommenden Messeterminen in Florenz und Düsseldorf sowie in den Showrooms präsentiert werden.
Auch der Bereich Womenswear soll weiter wachsen. Mit der neuen inhaltlichen Ausrichtung, zu der der klare Fokus auf Farbthemen sowie die Trennung der Premiumlinie 1863 von Eterna, habe man weitere Top-Accounts im In- und Ausland gewonnen.
Eterna setzt Transformation fort
Bei Eterna gab es zuletzt einige Veränderungen in der Geschäftsführung. Nachdem man Anfang des Jahres Christian Bregovac zum neuen CEO berufen hatte, der auf Fritz Terbuyken folgte, verließ er das Unternehmen bereits nach wenigen Monaten schon wieder. Seitdem besteht die Geschäftsleitung nach eigenen Angaben aus Vertriebschef Dirk Heper und Chief Financial Officer Herbert Oelke.
Das aktuelle Insolvenzverfahren folgt nun, nachdem sich Eterna Ende 2021 saniert hat. Grund für das Sanierungsverfahren, das im August 2021 eingeleitet wurde, war eine Meinungsverschiedenheit mit den Gläubiger:innen über eine Zinsstundung für eine 2017 begebene Anleihe mit Fälligkeit 2024.
Der Auslöser für diese Probleme waren die Folgen der Corona-Pandemie. Eterna hatte wegen der finanziellen Auswirkungen Schuldschein-Bedingungen verletzt. Daraufhin stellten die Gläubiger:innen dieser Papiere Forderungen, dass keine Barmittel mehr aus der Holding abfließen dürfen. Die Folge daraus war, dass Eterna die Zinsen der Anleihegläubiger:innen stunden musste.
Dieser Beitrag wurde am 16. Dezember 2025 um 14.28 Uhr mit einer Pressemitteilung von Eterna aktualisiert.
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