Medienbericht: 109 Klagen gegen Zalando-Kündigungen in Erfurt
Gegen die Kündigungen im Erfurter Zalando-Logistikzentrum wehren sich zahlreiche Beschäftigte juristisch.
Beim Arbeitsgericht Erfurt seien in den vergangenen Wochen insgesamt 109 Klagen gegen den Online-Händler eingegangen, berichtete der öffentlich-rechtliche Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) unter Berufung auf einen Gerichtssprecher. Die Klagen richteten sich vor allem gegen die Kündigungen, die Zalando Ende Juli ausgesprochen hatte. Die Verfahren verteilen sich dem Bericht zufolge auf alle sechs Kammern des Gerichts. Auch die Terminvorschau der Deutschen Presse-Agentur (DPA) nennt diese Zahl.
Für eine gütliche Einigung hat das Gericht Termine bis November angesetzt. Die ersten Güteverhandlungen finden am Freitag statt, weitere folgen laut DPA am 1., 8., 15. und 23. September sowie im Oktober und November.
Zalando will den Standort Ende September schließen und begründet den Schritt mit einer Neuausrichtung des europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme des Hamburger Modehändlers About You. Ein neuer Logistikstandort entsteht in Gießen.
Anfang Juli war nach monatelangem Streit zwischen Betriebsrat und Management ein Sozialplan für die rund 2.100 Betroffenen zustande gekommen, nachdem sich beide Seiten nicht einigen konnten und ein Spruch der Einigungsstelle nötig wurde. Die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die den Beschäftigten den Wechsel in eine neue Beschäftigung erleichtern sollte, hatte Zalando abgelehnt.
Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.
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