Mastercard-Studie: Jugendliche in Deutschland nutzen KI beim Einkaufen doppelt so häufig wie ihre Eltern

Künstliche Intelligenz wird für junge Konsument:innen in Deutschland zum selbstverständlichen Einkaufsbegleiter – und stellt den Handel vor die Aufgabe, Produktdaten künftig auch für Maschinen lesbar zu machen.

Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren greifen bei Produktsuche, Auswahl und Kaufentscheidung etwa doppelt so häufig auf KI zurück wie ihre Eltern. Das geht aus dem Report „A Short History of the Future of Shopping and Payments" hervor, den der Zahlungsdienstleister Mastercard am Mittwoch veröffentlicht hat. Grundlage ist eine gemeinsam mit dem Forschungspartner Opinium erhobene Befragung von 26.000 Eltern und Jugendlichen in 13 Märkten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Großbritannien. Die Feldarbeit fand im Juni und Juli statt.

Knapp 80 Prozent der befragten deutschen Jugendlichen haben laut Report in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal KI zur Produktrecherche genutzt. Mehr als die Hälfte, 55,6 Prozent, gehe davon aus, dass KI die Art verändern werde, wie ihre Generation einkauft. Rund 27 Prozent vertrauten Käufen über KI mehr als anderen Methoden.

Die Erwartungen an das Tempo dieses Wandels unterscheiden sich innerhalb Europas deutlich. In Deutschland rechnen 29,8 Prozent der Jugendlichen damit, dass KI in fünf Jahren zu einer ihrer wichtigsten Einkaufsarten gehören wird, in Frankreich sind es 34,8 Prozent und in Großbritannien 45,7 Prozent. Für Europa insgesamt prognostiziert der Report, dass bis 2030 mehr als jeder zehnte Online-Käufer routinemäßig KI-Agenten für Einkäufe einsetzen werde.

Für Händler:innen verschiebt das die Anforderungen an die eigene Produktkommunikation. Der Report beschreibt KI-Agenten als neue Art von Kundschaft, die große Datenmengen auswertet, Angaben verifiziert und innerhalb von Sekunden nach vorgegebenen Kriterien entscheidet. Preise, Größen, Bilder, Testberichte und Zertifikate müssten deshalb zunehmend maschinenlesbar bereitgestellt werden, ebenso Treueprogramme.

„Bis 2030 werden Kauf und Einkaufen nicht mehr dasselbe bedeuten", sagt Magnus Lindkvist, Lead-Zukunftsforscher des Reports. „KI-Agenten werden routinemäßige Einkäufe übernehmen, sodass Einkaufen selbst zu etwas wird, das wir gezielt für Inspiration, persönliche Interessen und Vergnügen nutzen." Zuerst delegiert würden demnach Alltagskäufe wie Lebensmittel oder Medikamente.

Als zentrale Voraussetzung für diesen Übergang nennt der Report Vertrauen. „Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird deshalb zukünftig eine neue Frage wichtig. Wem vertraue ich, in meinem Namen Entscheidungen zu treffen?", so Nikolaus Trzeschan, General Manager Germany bei Mastercard. Die Wissenschaftlerin Theodora Lau erwartet, dass bis 2030 mindestens drei G20-Aufsichtsbehörden Rahmenbedingungen für Identität, Zustimmung, Autorisierung und Haftung schaffen werden.

Erste Anwendungen gibt es bereits. Im Mai haben Mastercard, Deutsche Bank, DZ Bank und N26 nach eigenen Angaben die erste live durchgeführte agentische Transaktion in Deutschland umgesetzt.

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.


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