Marks & Spencer: Schwaches Bekleidungsgeschäft lässt Halbjahresumsatz sinken

Aufgrund der anhaltenden Probleme in seiner Bekleidungssparte musste der britische Einzelhändler Marks & Spencer Plc im ersten Halbjahr 2019/20 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Gewinn wurde allerdings deutlich gesteigert. Das gab der Konzern am Mittwoch in einem Zwischenbericht bekannt.

In den 26 Wochen vor dem 28. September belief sich der Konzernumsatz auf 4,86 Milliarden Britische Pfund (5,65 Milliarden Euro). Damit lag er um 2,1 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Während die Lebensmittelsparte in Großbritannien leichte Zuwächse verbuchte (+1,2 Prozent), ging es im Segment Clothing & Home kräftig abwärts: Dort schrumpfte der Umsatz um 7,8 Prozent. Neben der Schließung von Filialen trug dazu ein Rückgang um 5,5 Prozent auf vergleichbarer Fläche bei.

Der Konzern versucht nun zum wiederholten Mal, die seit Jahren anhaltenden Probleme in den Griff zu bekommen. So wurde das Bekleidungssortiment gestrafft und stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, die Produktions- und Auslieferungszeiten und die verfügbaren Warenmengen zu optimieren. Im Oktober zeigten die Maßnahmen nach Angaben des Konzerns bereits Wirkung: Das Segment erzielte im vergangenen Monaten ein Umsatzplus von 2,7 Prozent.

Beim Gewinn machte Marks & Spencer deutliche Fortschritte. Das war aber nur der Tatsache geschuldet, dass im Vorjahreszeitraum deutlich höhere Restrukturierungskosten – etwa für Ladenschließungen und Abfindungszahlungen – und weitere Sonderbelastungen angefallen waren. So stieg der auf die Anteilseigner entfallende Halbjahresüberschuss um 92 Prozent auf 112,8 Millionen Britische Pfund (131,0 Millionen Euro). Bereinigt um Einmaleffekte sank er allerdings um 18,1 Prozent.

Fotos: Marks & Spencer

 

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