LVMH verkauft Marc Jacobs an WHP Global und G-III Apparel Group
Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat eine verbindliche Vereinbarung zum Verkauf des Labels Marc Jacobs an das New Yorker Markenmanagement-Unternehmen WHP Global unterzeichnet. Die am 14. Mai 2026 bekannt gegebene Transaktion beendet eine fast drei Jahrzehnte währende Partnerschaft zwischen dem Luxuskonzern und dem US-amerikanischen Designer.
Im Rahmen der Vereinbarung wird die G-III Apparel Group gemeinsam mit WHP Global die Marke über ein neu gegründetes 50/50-Joint-Venture führen. Die beiden Unternehmen stellen bis zu 850 Millionen US-Dollar zur Finanzierung der Übernahme bereit.
Branchenexpert:innen sehen in der Entscheidung, ausgewählte Marken abzustoßen, einen Ausdruck der LVMH-Strategie, Ressourcen auf die größeren Kernmarken zu konzentrieren. Der Schritt folgt auf den Verkauf von Off-White an Bluestar Alliance im vergangenen Jahr sowie die Veräußerung der Beteiligung an Stella McCartney im Januar. Berichten zufolge prüft der Konzern auch einen möglichen Verkauf von Fenty Beauty.
Gleichzeitig beeinträchtigen die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten weiterhin den Reiseverkehr und dämpfen die Konsumausgaben in der Region. LVMH erklärte kürzlich, dass der Krieg im Iran den Konzernumsatz im letzten Quartal um mindestens ein Prozent reduziert habe. Die schwächeren Ausgaben in der Golfregion wurden zusätzlich durch einen Rückgang des Tourismus in Europa verstärkt.
Strategische expansion für WHP Global und G-III
Das Joint Venture wird die geistigen Eigentumsrechte von Marc Jacobs behalten. G-III wird das globale operative Geschäft der Marke übernehmen und führen. Dazu gehören der Direct-to-Consumer-Bereich (D2C) sowie das Wholesale-Geschäft.
Die Übernahme positioniert Marc Jacobs als zentrale Komponente des Premium-Mode-Segments von WHP Global. Dieses umfasst derzeit Labels wie Vera Wang, Rag & Bone und G-Star. Nach Abschluss der Transaktion erwartet WHP Global, dass der weltweite Einzelhandelsumsatz 9,50 Milliarden US-Dollar übersteigen wird.
G-III wird rund 500 Millionen US-Dollar investieren, um seinen Anteil an der Transaktion zu finanzieren. Dafür nutzt das Unternehmen vorhandene Barmittel und revolvierende Kreditlinien. Morris Goldfarb, Vorsitzender und Chief Executive Officer (CEO) von G-III, betonte, dass dieser Schritt das Engagement zur Diversifizierung eines Portfolios unterstreiche, das bereits DKNY und Donna Karan umfasst.
Kontinuität in der kreativen Führung
Trotz des Eigentümerwechsels wird Gründer Marc Jacobs seine Rolle als Creative Director beibehalten. Jacobs dankte dem Vorsitzenden und Geschäftsführer von LVMH, Bernard Arnault, für drei Jahrzehnte der Unterstützung. Er freue sich auf das nächste Kapitel der Marke.
Arnault bezeichnete Jacobs als Designer von seltener Kreativität und dankte ihm für seinen Beitrag zum Konzern. LVMH erwarb 1997 erstmals eine Mehrheitsbeteiligung an dem Label. Unter der Führung des Konzerns expandierte die Marke zu einem globalen Unternehmen mit den Bereichen Ready-to-wear, Handtaschen und Düfte.
Die Partnerschaft zielt darauf ab, das Wachstum durch die Nutzung der Lizenzplattform von WHP Global und der operativen Fähigkeiten von G-III zu beschleunigen. WHP Global verwaltet derzeit mehr als 15 Marken, die jährlich über 8,50 Milliarden US-Dollar im Einzelhandel generieren.
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