Ludwig Beck: Wormland-Verkauf sorgt für hohen Jahresverlust

Einmalbelastungen im Zuge der Trennung vom Herrenausstatter Wormland haben den Münchener Einzelhändler Ludwig Beck im Jahr 2019 tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte.

Demnach belief sich der ausgewiesene Nettoverlust im vergangenen Jahr auf 13,9 Millionen Euro. 2018 hatte er lediglich bei 0,8 Millionen Euro gelegen. Ludwig Beck hatte Wormland Ende April 2019 veräußert. Dabei war nach Angaben des Unternehmens eine Verkäuferzuzahlung in Höhe von 11,5 Millionen Euro fällig geworden. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank gegenüber dem Vorjahr von 5,0 auf 3,4 Millionen Euro.

Bereits im Januar hatte das Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang aus fortgeführten Geschäftsbereichen gemeldet. Mit 95,3 Millionen Euro lagen die Bruttoerlöse um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Nettoumsatz schrumpfte entsprechend von 80,3 auf 80,1 Millionen Euro.

Der Einzelhändler begründete die Entwicklung mit den schwierigen Rahmenbedingungen: „Der gesamte deutsche Textileinzelhandel hatte 2019 mit klimatischen Unwägbarkeiten zu kämpfen, die nicht zuletzt die Umsätze im vierten Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft wegen zu milder Temperaturen hinter den Erwartungen zurückbleiben ließen“, erklärte Ludwig Beck. Außerdem habe sich „der Konkurrenzdruck des textilen E-Commerce unverändert auf den stationären Einzelhandel“ ausgewirkt.

Angesichts der noch unabsehbaren Folgen der Coronavirus-Krise verzichtete das Unternehmen darauf, konkrete Ziele für das laufende Jahr zu formulieren. Das Management sehe sich „derzeit nicht in der Lage, eine seriöse Prognose zu Umsatz und Ertrag für das Geschäftsjahr 2020 abzugeben“, heißt es in einer Mitteilung.

Foto: Ludwig Beck AG
 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN