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Lizenzpartnerschaft mit G-III: French Connection kehrt nach Nordamerika zurück

Die britische Bekleidungsmarke French Connection stößt erneut nach Nordamerika vor. Am Montag kündigte sie eine langfristige Lizenzpartnerschaft mit dem US-amerikanischen Textilkonzern G-III Apparel Group an.

Die Vereinbarung, die am 1. Februar in Kraft tritt, umfasst demnach die Entwicklung und den Vertrieb von Herren- und Damenbekleidung sowie ausgewählten Accessoires in der gesamten Region. Sie ist ein strategischer Schritt für die Londoner Marke, die ihre Neupositionierung unter der Eigentümerin MIP Holdings fortsetzt. French Connection hat zwar durch Lizenzen und internationale Partner eine globale Präsenz aufrechterhalten. Nordamerika blieb jedoch ein besonders komplexer Markt für die Marke. Dies gilt insbesondere seit der Reduzierung der direkt betriebenen Einzelhandelspräsenz in den späten 2010er Jahren.

Im Rahmen der neuen Vereinbarung wird G-III Design, Beschaffung und Vertrieb verantworten. Dabei nutzt das Unternehmen seine etablierten Beziehungen zu US-Kaufhäusern, Facheinzelhändlern und digitalen Kanälen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

Für French Connection spiegelt die Partnerschaft einen Wandel weg vom kapitalintensiven Einzelhandel hin zu einem wachstumsstarken, aber anlagenarmen Lizenzgeschäft wider. Dieser Ansatz wird zunehmend von Modemarken im mittleren Marktsegment bevorzugt, die ohne operatives Risiko wachsen wollen. Seit der Übernahme des Unternehmens im November 2021 hat sich MIP Holdings auf die Stabilisierung der Marke konzentriert. Zudem wurde die zeitgenössische Positionierung verfeinert und die Relevanz über die einst dominante Logo-Ära hinaus wieder aufgebaut.

Für die britische Marke ist die Partnerschaft ein „wichtiger Meilenstein“

Apinder Singh Ghura, der Chairman von French Connection, bezeichnete die Vereinbarung als einen „wichtigen Meilenstein“ in der langfristigen Strategie der Gruppe. Nordamerika sei ein wichtiger Wachstumsmarkt, betonte er. „Diese Vereinbarung baut auf unserer globalen Dynamik auf und unterstreicht unser Engagement, die Reichweite und Relevanz der Marke zu erweitern“, so Ghura.

Der Schritt passt gleichzeitig in die Strategie von G-III. Der in New York ansässige Bekleidungskonzern hat neben Eigenmarken wie DKNY, Donna Karan, Karl Lagerfeld und Vilebrequin eines der umfangreichsten Lizenzportfolios der Branche aufgebaut, das Marken wie Calvin Klein, Tommy Hilfiger, Levi’s und Nautica umfasst. Im jüngsten Geschäftsjahr 2024/25 erzielte G-III einen Umsatz von knapp 3,2 Milliarden US-Dollar (2,7 Milliarden Euro).

„Die Erweiterung unseres Portfolios von strategischen Lizenzen bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie“, erklärte Konzernchef Goldfarb. Die Partnerschaft mit French Connection werde nun auf der „skalierten Infrastruktur und den bewährten Stärken der Gruppe in den Bereichen Design, Beschaffung und Vertrieb“ aufbauen.

Das Label French Connection wurde 1972 gegründet und baute seinen Ruf auf zugänglicher, designorientierter Mode auf. Die Marke erreichte ihre größte Bekanntheit in den 1990er und frühen 2000er Jahren.

In den letzten Jahren hat die Marke versucht, ihr Image neu auszurichten. Sie setzt dabei auf modernes Tailoring, hochwertige Basics und Lifestyle-Kategorien wie Haushaltswaren. Heute ist das Unternehmen an mehr als 200 Standorten vertreten. Dies geschieht durch eine Mischung aus Einzelhandel, E-Commerce, Großhandel und Lizenzpartnern.

Der Erfolg des Relaunches in Nordamerika wird wahrscheinlich weniger von der Markenbekanntheit abhängen, die nach wie vor hoch ist. Wichtiger sind eine klare Produktdefinition und eine disziplinierte Preispositionierung in einem umkämpften Markt für zeitgenössische Mode. Die inflationsgeplagten Verbraucher:innen kaufen preisbewusster ein. Kaufhäuser reduzieren ihr Angebot oder melden, wie im Fall von Saks Fifth Avenue, sogar Insolvenz an. Daher wird eine fehlerfreie Umsetzung wichtiger sein als je zuvor.

Dennoch deutet die Verbindung einer britischen Traditionsmarke mit einem US-amerikanischen Lizenzschwergewicht auf einen pragmatischen und risikoarmen Weg zurück in den Markt hin. Für French Connection geht es bei dem Deal weniger um ein dramatisches Comeback, sondern vielmehr darum, die Präsenz in einer Region, in der sie einst stark vertreten war, leise wieder aufzubauen.

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