Live-Shopping-Marketplace Whatnot sammelt 545 Millionen US-Dollar ein
Whatnot, die größte Live-Shopping-Marketplace im Vereinigten Königreich, Europa und Nordamerika, hat Finanzierungsrunde mit über 545 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Damit wird das Unternehmen mit 20 Milliarden US-Dollar bewertet und hat seine Bewertung in weniger als einem Jahr fast verdoppelt.
Die Runde wurde von Iconiq, Lightspeed und Avra angeführt. Zu den neuen Investor:innen gehören Kleiner Perkins, Wellington Management, Robinhood Ventures Fund I, S32 und Standard Capital. Die bestehenden Geldgeber:innen CapitalG, Y Combinator, Durable Capital Partners, Alkeon, Andreessen Horowitz, Greycroft, Bond und DST beteiligten sich ebenfalls.
„Kleine Unternehmen waren die ersten, die Live-Commerce auf Whatnot nutzten und damit zeigten, was möglich ist. Heute machen Unternehmen aller Größen Live-Commerce zu einem Kernbestandteil ihres Geschäfts“, sagte Whatnot-CEO Grant LaFontaine. „Unsere Aufgabe ist es, allen Verkäufer:innen beim Wachstum zu unterstützen. Diese Investition ermöglicht es uns, bessere Tools zu entwickeln und KI in mehr Bereiche des Verkaufserlebnisses zu integrieren. Wir helfen Verkäufer:innen, mehr Kund:innen zu erreichen und in neue Märkte zu expandieren. So bauen wir den weltweit größten und vertrauenswürdigsten Marktplatz weiter auf.“
Whatnot wird oft als eine Mischung aus Ebay und einem Live-Videostream beschrieben. Die Plattform ermöglicht es einzelnen Verkäufer:innen und Unternehmen, Videoauktionen in Echtzeit, Blitzverkäufe und Community-Chats zu veranstalten. Das gesamte Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) von 2025 in Höhe von mehr als acht Milliarden US-Dollar wurde bereits übertroffen. Auch die Zahl der Kund:innen hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.
Die USA bleiben der größte Markt für Whatnot, gefolgt vom Vereinigten Königreich, wo der Live-Commerce nach Angaben des Unternehmens „rapide“ wächst. Die Zahl der britischen Verkäufer:innen ist im vergangenen Jahr um 360 Prozent gestiegen. Diejenigen, die täglich live gehen, erzielen einen durchschnittlichen Monatsumsatz von 30.000 Britischen Pfund. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Endkonsument:innen im Jahresvergleich mehr als verdoppelt.
Mit dem Wachstum des Live-Commerce hat sich auch die Art der Verkäufer:innen auf Whatnot verändert, die von kleinen Unternehmen über Einzelhändler:innen bis hin zu globalen Marken reicht. Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Verkäufer:innen, die einen Lebensumsatz von mehr als einer Million US-Dollar erzielen, mehr als verdoppelt. Gleichzeitig ist der Anteil der Verkäufer:innen, die nun hauptberuflich auf Whatnot verkaufen, um 25 Prozent gestiegen. Das Unternehmen fügt hinzu, dass jede Woche mehr als 650.000 Menschen Whatnot beitreten und so den Kundschaftsstamm für die Verkäufer:innen kontinuierlich erweitern.
Yoonkee Sull, General Partner bei Iconiq, sagte: „Was uns am meisten beeindruckt hat, war nicht nur das Wachstum von Whatnot, sondern die Unternehmen, die auf der Plattform wachsen. Kleinen Unternehmen beim Skalieren zu helfen und gleichzeitig Einzelhändler:innen und globale Marken anzuziehen, ist ein starkes Signal dafür, wohin sich der Handel entwickelt.“
Whatnot fügt hinzu, dass die jüngste Investitionsrunde dazu genutzt wird, auf der aktuellen Dynamik aufzubauen und in KI-gestützte Tools zu investieren. Diese sollen Verkäufer:innen helfen, „mehr Kund:innen zu erreichen, bessere Entscheidungen zu treffen und weniger Zeit mit Verwaltungsarbeit zu verbringen“. Dazu gehören intelligentere Listings, tiefere Geschäftseinblicke und Integrationen, die den Verkauf auf Whatnot vereinfachen sollen.
Darüber hinaus plant Whatnot, die Technologie und die Sicherheitsvorkehrungen weiter zu stärken. So soll Whatnot zum „vertrauenswürdigsten Marktplatz für Käufer:innen und Verkäufer:innen“ werden.
Dies ist die bisher größte Finanzierungsrunde von Whatnot. Seit der Gründung im Jahr 2019 beläuft sich die Gesamtfinanzierung auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar.
Der globale Live-Commerce-Markt hatte 2025 einen geschätzten Wert von 172,9 Milliarden US-Dollar. Laut Grand View Research wird ein Wachstum von 230,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 2.546,5 Milliarden US-Dollar bis 2033 prognostiziert, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 41 Prozent von 2026 bis 2033 entspricht. Der Markt wird nach wie vor vom asiatisch-pazifischen Raum dominiert, der 2025 einen Umsatzanteil von 66,8 Prozent hatte, aber das Vereinigte Königreich, Europa und Nordamerika sind Wachstumsregionen.
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