Lenzing startet Kapitalerhöhung

Der österreichische Faserproduzent Lenzing AG setzt ein weiteres Kernelement seines im Juli vorgestellten Reformprogramms um. Am Donnerstag verkündete das Unternehmen den Start einer Kapitalerhöhung. Den voraussichtlichen Bruttoerlös bezifferte Lenzing auf rund 300 Millionen Euro. Geplant sei, die zusätzlichen Mittel „zur Unterstützung der Umsetzung der Unternehmensstrategie ‚Grow Nonwovens, Reset Textiles‘ und zur Stärkung der Kapitalstruktur zu verwenden“, heißt es in einer Mitteilung.

Im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung im August war das Management ermächtigt worden, eine „ordentliche Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten für bestehende Aktionäre durchzuführen“. Mit dem Syndikat aus den Großaktionären B&C-Gruppe und Suzano S.A., das die Mehrheit an Lenzing hält, und der Oberbank hätten sich die wichtigsten Anteilseigner bereits zur Ausübung ihrer Bezugsrechte verpflichtet, erklärte das Unternehmen. Zudem werde die Kapitalerhöhung von der BNP Paribas, der UniCredit, der Commerzbank, der Erste Group und der Raiffeisen Bank International „vollständig garantiert“.

Lenzing-CEO Georg Kasperkovitz unterstrich die Bedeutung der Maßnahme. „Mit dem Start der Kapitalerhöhung setzen wir einen entscheidenden Schritt unserer strategischen Transformation konsequent um“, erklärte er in einem Statement. „Sie gibt uns den finanziellen Spielraum, um unser Nonwovens-Geschäft auszubauen, das Textilgeschäft neu auszurichten und die Wettbewerbsfähigkeit der Lenzing Gruppe nachhaltig zu verbessern.“


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