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Lenzing schreibt im ersten Halbjahr schwarze Zahlen

Der österreichische Faserproduzent Lenzing AG konnte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 ein Umsatzplus erzielen und dank erfolgreicher Reformen in die Gewinnzone zurückkehren.

Zuletzt bekam das Unternehmen aber die zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen zu spüren. „Im zweiten Quartal führten jedoch internationale Zollmaßnahmen und die daraus resultierende Unsicherheit zu spürbaren Belastungen entlang der textilen Wertschöpfungskette und bremsten die Erholung der Lenzing Gruppe“, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht.

Erfolgreiche Reformen und positive Sondereffekte beflügeln das Ergebnis

In den Monaten Januar bis Juni belief sich der Konzernumsatz auf rund 1,34 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich sogar um 63,3 Prozent auf 268,6 Millionen Euro.

Die Ergebnisentwicklung habe „maßgeblich von den positiven Effekten des Performance-Programms“ profitiert, erklärte das Unternehmen. Zudem seien „positive Sondereffekte aus dem Verkauf überschüssiger EU-Emissionszertifikate in Höhe von 30,6 Millionen Euro und der Bewertung biologischer Vermögenswerte in Höhe von 12,5 Millionen Euro“ verbucht worden.

Unter dem Strich stand ein Nettogewinn in Höhe von 15,2 Millionen Euro, nachdem Lenzing in der ersten Hälfte des Vorjahres noch einen Verlust von 65,4 Millionen Euro hinnehmen musste.

Trotz Unsicherheiten: Das Management bestätigt seine Ergebnisprognose

CEO Rohit Aggarwal zeigte sich mit der jüngsten Entwicklung des Konzerns zufrieden, warnte aber vor den weiter bestehenden gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten. „Lenzing hat im ersten Halbjahr 2025 weitere Fortschritte auf dem Weg der operativen Erholung erzielt. Unser Performance-Programm trägt klar zur Ergebnisverbesserung bei“, erklärte er in einem Statement. „Gleichzeitig sehen wir im zweiten Quartal spürbare Auswirkungen der zunehmenden Unsicherheiten im internationalen Handel – insbesondere durch die aggressive Zollpolitik. Diese Entwicklungen beeinflussen nicht nur unsere Visibilität, sondern auch unser Ergebnis. Umso entschlossener setzen wir unsere Maßnahmen fort, um den Turnaround nachhaltig abzusichern und unsere Margen weiter zu stärken.“

Trotz der aktuellen Risiken hielt der Konzern an seiner Jahresprognose fest. Das Management rechnet also für 2025 weiterhin mit einem „höheren EBITDA im Vergleich zum Vorjahr“.


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