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Lenzing meldet zweistelligen Umsatzrückgang im ersten Quartal

Der österreichische Faserhersteller Lenzing AG musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erhebliche Einbußen beim Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Angesichts der „anhaltend hohen Unsicherheit sowie geopolitischer und handelspolitischer Entwicklungen“ sei eine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr weiterhin „nicht möglich“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einer Mitteilung.

Im Zeitraum von Januar bis März belief sich der Konzernumsatz auf 615,7 Millionen Euro. Damit sank er im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10,8 Prozent. Hauptgründe für den deutlichen Rückgang seien „niedrigere Faserverkaufsmengen und -preise sowie niedrigere Zellstoffpreise“ gewesen, heißt es in einer Mitteilung. Die geringeren Faserverkaufsmengen spiegelten nach Angaben des Unternehmens „auch eine bewusste Steuerung der Produktionsvolumina wider, einschließlich des temporären Herunterfahrens weniger profitabler Produktionslinien“.

Der Konzern setzt seinen Reformkurs fort

Auch das Ergebnis lag erheblich unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte um 25,5 Prozent auf 116,3 Millionen Euro. Der Konzern verbuchte nach eigenen Angaben im Berichtszeitraum positive Sondereffekte in Höhe von insgesamt 25,7 Millionen Euro „aus dem Verkauf überschüssiger EU-Emissionszertifikate sowie aus einem Einmaleffekt aus dem im Zuge der Erstkonsolidierung der im Februar 2026 erworbenen Mehrheitsbeteiligung an TreeToTextile AB erfassten negativen Firmenwert“.

Der Nettogewinn lag bei 24,0 Millionen Euro, was einem Rückgang um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Das Unternehmen hob allerdings hervor, dass das Ergebnis nach Steuern damit „nach drei negativen Quartalen im Jahr 2025 erstmals wieder positiv“ gewesen sei.

Chief Financial Officer (CFO) Mathias Breuer unterstrich die jüngsten Fortschritte beim Ergebnis und bekräftigte die Fortsetzung des Reformkurses. „Im ersten Quartal 2026 haben wir unsere operative Entwicklung weiter stabilisiert und, nach wirtschaftlich schwierigen Vorquartalen, wieder ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt. Besonders erfreulich ist die deutliche Verbesserung des Free Cashflow, die zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen“, erklärte er in einem Statement. „Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld sehr volatil. Deshalb setzen wir unsere Transformation mit hoher Disziplin fort, um Lenzing strukturell profitabler und widerstandsfähiger aufzustellen.“

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