Laut Medienbericht: True Religion sucht Investor:innen

Die US-amerikanische Modemarke True Religion prüft laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters strategische Optionen, darunter einen vollständigen Verkauf oder den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen könnte das Unternehmen demnach im Rahmen einer möglichen Transaktion auf fast eine Milliarde US-Dollar bewertet werden.

Der im kalifornischen El Segundo ansässige Denim-Spezialist arbeitet der Meldung zufolge bei dem Prozess, der sich laut den Quellen noch in einem frühen Stadium befindet, mit dem Finanzdienstleister JP Morgan zusammen

Mehrheitseigentümer Acon Investments erwägt Anteilsverkauf

True Religion gehört derzeit der US-amerikanischen Private-Equity-Firma Acon Investments. Diese hat im vergangenen Jahr zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft SB360 Capital Partners eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen erworben. Jay Schottenstein, der Chairman von SB360 Capital Partners, ist auch CEO des US-amerikanischen Bekleidungshändlers American Eagle Outfitters.

Seit der Übernahme durch Acon Investments hat sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von True Religion fast verdoppelt und nähert sich jährlich 150 Millionen US-Dollar. Der Umsatz liegt bei fast 550 Millionen US-Dollar pro Jahr.

True Religion, Acon Investments und JP Morgan lehnten eine Stellungnahme zu der Angelegenheit ab.

Das Unternehmen setzt auf Expansion im Einzelhandel

True Religion wurde 2002 in Los Angeles gegründet. Die Marke wurde als Premium-Denim-Marke bekannt, berühmt für ihre charakteristische „Super T“-Naht und ihre Beliebtheit bei Prominenten. Veränderte Präferenzen der Verbraucher:innen hin zu Athleisure und preisgünstigeren Alternativen führten jedoch zu finanziellen Schwierigkeiten. Dies zwang das Unternehmen, in den Jahren 2017 und erneut 2020 Insolvenz nach Chapter 11 anzumelden.

Im Rahmen ihrer aktuellen Strategie hat die Marke ihr Produktangebot auf verschiedene Kategorien, Altersgruppen und Geschlechter ausgeweitet und gleichzeitig die Preise gesenkt. Denim macht heute 35 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus, sagte CEO Michael Buckley in einem Podcast.

Das Unternehmen betreibt derzeit rund 60 stationäre Geschäfte. Langfristig ist geplant, [das Einzelhandelsnetz auf 150 Standorte zu erweitern[(https://fashionunited.de/nachrichten/einzelhandel/true-religion-starkt-stationaren-handel-mit-neueroffnungen-und-ehemaliger-skechers-managerin/2026062367341).


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