Lascana: Jahresumsatz sinkt um zwei Prozent

Der Wachstumstrend des Hamburger Bekleidungsanbieters Lascana wurde im vergangenen Jahr vorerst gestoppt. Am Donnerstag teilte das zum Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group gehörende Unternehmen mit, dass es im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz in Höhe von 541 Millionen Euro erzielt hat. Das entsprach einem Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuvor hatte Lascana mehrere Jahre lang stetige Zuwächse erzielen können.

Der Grund für den Rückgang war nach Angaben des Unternehmens ein Umsatzminus von 32 Prozent in den USA. Die erheblichen Einbußen waren demnach vor allem auf „die Zollpolitik der US-Regierung“ sowie „die Einstellung des Geschäftsbetriebs der zur Bonprix-Gruppe gehörenden Konzerngesellschaft Venus“ zurückzuführen. In Deutschland konnte Lascana hingegen ein Umsatzplus von einem Prozent erzielen.

Jens Fehnders, der Gründer und Geschäftsführer von Lascana, kommentierte die aktuellen Zahlen. „Natürlich hätten wir uns gewünscht, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder im weltweiten Umsatz eine Steigerung zu erzielen, aber die unkalkulierbaren Entwicklungen im USA-Markt lagen außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten“, erklärte er. „Wir freuen uns aber sehr, dass wir im mehr als schwierigen deutschen Markt den Rekordumsatz des Vorjahres sogar noch einmal leicht übertreffen konnten.“

Nach Umsatzeinbruch: Lascana stellt sein US-Geschäft neu auf

Auf die Probleme in den USA reagierte das Unternehmen mit der Entscheidung, seinen dortigen Ansatz „komplett neu aufzustellen“. Nach dem „Wegfall des Wholesale-Geschäftes (Venus)“ sei das Geschäftsmodell nun „von einem reinen B2C-Business hin zu einem hybriden Multichannel-Geschäft durch eine gerade begonnene Skalierung des neu gestarteten Marktplatzgeschäftes“ weiterentwickelt worden. Erste Erfolge der Neuausrichtung beobachtete Lascana im ersten Quartal des laufenden Jahres, in dem die US-Umsätze um 40 Prozent anstiegen.

Angesichts dieser positiven Entwicklung blickt Fehnders zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. „Wir wissen, dass die entscheidenden Monate bei unseren sehr sommerlich ausgerichteten Sortimenten immer der Juni und Juli sind und dann der Bedarf an Bademode und Beachwear stark anzieht und seinen Höhepunkt erreicht“, erklärte er. „Wenn das Wetter mitspielt, sind wir überzeugt davon, dass wir, auch unterstützt durch das neu ausgerichtete USA-Business, eine gute Umsatzentwicklung und vielleicht sogar einen neuen Umsatzrekord erzielen können, zumal der April und Mai bereits starke Zuwächse erbracht haben.“

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