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Kontoor Brands meldet kräftige Zuwächse im ersten Quartal und kündigt Trennung von Lee an

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Kontoor Brands Inc. ist mit überraschend starken Resultaten in das neue Geschäftsjahr 2026 gestartet. Neben den aktuellen Zahlen verkündete die Unternehmensgruppe am Donnerstag auch den Plan, sich von der Marke Lee zu trennen.

Im Rahmen des bereits eingeleiteten Verkaufsprozesses hätten schon mehrere Parteien Interesse an dem Denim-Label bekundet, heißt es in einer Mitteilung. Erwartet werde, dass noch im laufenden Jahr eine bindende Vereinbarung über den Verkauf der Marke geschlossen werde.

CEO und Chairman Scott Baxter erläuterte die Gründe für den Beschluss. „Unsere Entscheidung, Lee zu veräußern, ermöglicht uns eine stärkere Konzentration auf die Chancen mit dem größten Potenzial zur Maximierung der Aktionärsrendite, indem wir das Markenportfolio von Kontoor auf ein höheres Wachstumsprofil ausrichten“, erklärte er in einem Statement.

Die Marken Wrangler und Helly Hansen übertreffen die Erwartungen

Angesichts dieser Pläne wurden Lee im aktuellen Quartalsbericht bereits als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäften belief sich demnach im Zeitraum von Januar bis März auf 613,3 Millionen US-Dollar (521,4 Millionen Euro). Das entsprach einer Steigerung um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um 39 Prozent.

Wesentlichen Anteil am deutlichen Plus hatte der im vergangenen Jahr übernommene Outdoor-Ausstatter Helly Hansen, der 165,5 Millionen US-Dollar zum Konzernumsatz beisteuerte. Die Erlöse der Kernmarke Wrangler wuchsen um vier Prozent (währungsbereinigt +2 Prozent) auf 435,8 Millionen US-Dollar.

Der Konzern kann seinen Quartalsgewinn mehr als verdoppeln

Auch beim Ergebnis machte der Konzern kräftige Fortschritte. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 60 Prozent und erreichte eine Höhe von 86,8 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen sprang von 10,2 auf 61,0 Millionen US-Dollar.

Der ausgewiesene Nettogewinn, in dem auch die Ergebnisbeiträge von Lee enthalten sind, belief sich auf 92,4 Millionen US-Dollar (78,6 Millionen Euro). Damit fiel er mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahrsquartal, in dem er bei 42,9 Millionen US-Dollar gelegen hatte.

Das Management aktualisiert die Jahresprognosen

Angesichts der Verkaufspläne für Lee und der unerwartet starken Zahlen der verbleibenden Marken aktualisierte das Management seine Jahresprognosen. Es rechnet nun mit einem Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen zwischen 2,66 und 2,70 Milliarden US-Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn pro Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll 5,15 bis 5,25 US-Dollar erreichen.

Zudem kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Dieses sieht vor, eigene Anteilsscheine im Gesamtwert von bis zu 750 Millionen US-Dollar zu erwerben.


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