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Kering: Entscheidender Moment, um Märkte zu beruhigen und Gucci neu zu beleben

Der französische Luxuskonzern Kering steht vor einer entscheidenden Phase. In dieser Woche präsentiert das Unternehmen, dass seit einiger Zeit mit seiner Hauptmarke Gucci zu kämpfen hat, seine neue Roadmap auf einem mit Spannung erwarteten Investorentag in Florenz.

Im Zentrum steht die Rede des italienischen Konzernchefs Luca de Meo, die am Donnerstag beim „Capital Markets Day“ in der Geburtsstadt von Gucci gehalten wird. Für den ehemaligen Renault-Chef, der im vergangenen Juni von Konzernbesitzer François-Henri Pinault berufen wurde, steht viel auf dem Spiel. Er muss zeigen, dass es Kering gelingt, die Attraktivität seines Markenportfolios rund um Gucci, Yves Saint Laurent, Bottega Veneta und Balenciaga, in einem sich deutlich abschwächenden Weltmarkt wieder zu steigern.

Die dringende Sanierung von Gucci

Während die gesamte Luxusbranche eine schwierigere Phase durchläuft, leidet Kering besonders unter der nachlassenden Beliebtheit seiner Schlüsselmarke Gucci. Im vergangenen Jahr entfielen rund 40 Prozent des Umsatzes auf die Marke. Vor allem die schwache Entwicklung in China, lange Zeit wichtigster Wachstumstreiber, belastete das Geschäft erheblich.

Die Zahlen sind eindeutig. 2025 ging der Umsatz von Kering um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro zurück, während der Nettogewinn um mehr als das Zehnfache einbrach. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei Gucci aus. Der Umsatz sank auf sechs Milliarden Euro, nachdem er drei Jahre zuvor noch bei 10,5 Milliarden Euro gelegen hatte.

Die Methode de Meo: Schulden abbauen, Flexibilität gewinnen

Seit seinem Amtsantritt treibt de Meo die finanzielle Sanierung mit hohem Tempo voran. So verkaufte Kering seine Beauty-Sparte zügig für vier Milliarden Euro an L’Oréal und verschob die geplante Übernahme von Valentino um zwei Jahre.

Zudem hat der Konzern eine Reihe von Immobiliengeschäften abgeschlossen. Anfang April veräußerte er eine Mehrheitsbeteiligung an einem prestigeträchtigen Gebäude in Mailand für mehr als eine Milliarde Euro. Das Ergebnis: Die Verschuldung belief sich Ende 2025 auf acht Milliarden Euro, 2,5 Milliarden weniger als ein Jahr zuvor.

Eine unternehmerische „Wette“, die sich auszahlt

Nach Einschätzung von Luca Solca, Analyst bei Bernstein, zahlt sich die Entscheidung für de Meo aus: „Man musste eine Wette eingehen, weil die Lage schwierig war. Es brauchte jemanden, der schnell einen Unterschied machen kann – und genau das ist Luca de Meo gelungen“, erklärte er gegenüber AFP.

Auch Anne-Laure Bismuth von HSBC bewertet den Führungswechsel positiv: „Die Ernennung von Luca de Meo kam überraschend, da er nicht aus der Luxusbranche stammt. Doch er bringt eine neue Perspektive und andere Prozesse mit.“ HSBC erwartet ab 2026 wieder Wachstum und prognostiziert einen Anstieg von fünf Prozent.

Diversifizierung statt „Überabhängigkeit“

Auch intern schreitet der Wandel voran. Francesca Bellettini wurde zur CEO von Gucci ernannt. Gleichzeitig hat Kering zwei neue Bereiche – Industrie und Kund:innen – geschaffen, um die operative Effizienz zu steigern.

Darüber hinaus sucht der Konzern gezielt nach neuen Wachstumstreibern, insbesondere im Schmucksegment mit Marken wie Boucheron und Pomellato. Ziel ist es, die „Überabhängigkeit“ von Gucci zu reduzieren, ein Begriff, den de Meo selbst Ende 2025 in einem internen Memo verwendete. Nachdem sich der Schuldenstand entspannt hat, kann sich das Management nun stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren und die kreative Dynamik der Marken neu beleben.

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