Kering enthüllt Aufschwungplan und will operative Marge mehr als verdoppeln
Kering hat am Donnerstag „ReconKering“ vorgestellt, einen Neustartplan, der darauf abzielt, „die Klarheit der Vision“ des angeschlagenen französischen Luxuskonzerns wiederherzustellen und dessen „Begehrlichkeit“ sowie „eine führende Position“ zurückzugewinnen.
Die Strategie, die vom neuen Vorstandsvorsitzenden Luca de Meo erarbeitet wurde, war angesichts der seit Jahren anhaltenden Schwächephase des Unternehmens mit großer Spannung erwartet worden. Insbesondere die schwache Entwicklung von Gucci belastet den Konzern. Der Plan von Kering ist bis 2030 angelegt und enthält keine radikalen Maßnahmen.
Zu den Zielen gehört unter anderem, die operative Marge „mittelfristig“ mehr als zu verdoppeln und auf mindestens 22 Prozent zu steigern, ohne jedoch einen genauen Zeitrahmen zu nennen. Zum Vergleich: Dies entspräche etwa dem Margenniveau des französischen Konkurrenten LVMH. Laut Plan soll Kering „bis Ende 2028“ in eine Phase „erneuerten und nachhaltigen Wachstums“ eintreten.
Der Konzern, der bereits im vergangenen Jahr unter der Führung des Italieners Luca de Meo eine Transformation eingeleitet hat, beabsichtigt zudem, fünf bis sechs Prozent seines Umsatzes in die nachhaltige organische Entwicklung seiner Marken zu investieren und erwägt gezielte Akquisitionen.
Ein weiterer zentraler Leistungsindikator ist der ROCE (Return on Capital Employed), den das Unternehmen auf über 20 Prozent steigern will. Diese Kennzahl, die von großen Konzernen selten explizit veröffentlicht wird, misst die Rentabilität im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Darüber hinaus strebt Kering ein schnelleres Umsatzwachstum als der Markt an, was als „schrittweise Überperformance“ bezeichnet wird, ohne nähere Details zu nennen.
„Begehrlichkeit“ im Fokus
Im Zentrum der Strategie steht die „Begehrlichkeit“, also die Fähigkeit der Produkte, Kunden zu überzeugen – ein Konzept, das Kering als „Schlüssel für zukünftiges Wachstum“ hervorhebt. Der Konzern will daher das „Markenimage jeder einzelnen Marke“ systematisch messen, um es den Häusern zu ermöglichen, ihre Entwicklung zu verfolgen, sich mit Wettbewerbern zu vergleichen und gezielte Maßnahmen abzuleiten.
An erster Stelle steht dabei Gucci, die wichtigste Marke des Konzerns, deren Schwierigkeiten die Geschäftszahlen in den vergangenen Jahren erheblich belastet haben.
Zwar verfügt das italienische Modehaus inzwischen über eine neue CEO, Francesca Bellettini, sowie einen neuen Kreativdirektor – Demna Gvasalia präsentierte im Herbst seine erste Kollektion –, doch muss sich der Erfolg dieser Neuausrichtung erst noch bestätigen.
Im ersten Quartal gingen die Umsätze von Gucci um 14 Prozent zurück. Der Gesamtumsatz von Kering sank im gleichen Zeitraum um sechs Prozent, blieb jedoch auf vergleichbarer Basis stabil. Die Marke, die rund 40 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet, soll insbesondere durch ein gestärktes Lederwarenangebot mit höheren Qualitätsstandards wieder an Attraktivität gewinnen.
„Gezieltere lokale Strategien und ein optimiertes Vertriebsmodell ermöglichen es der Marke, in ihren Märkten relevanter zu sein, ihre Exklusivität zu stärken und ihre Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen“, so Kering.
Darüber hinaus prüft das Unternehmen Akquisitionen, „die in erster Linie darauf abzielen, das Know-how zu stärken, die vertikale Integration auszubauen und die Versorgung mit Rohstoffen zu sichern“, ohne jedoch Angaben zum möglichen Investitionsvolumen zu machen.
Die Mitteilung wurde vor einer Präsentation von Luca de Meo am Vormittag vor Investoren in Florenz veröffentlicht, der Geburtsstadt von Gucci.
Wie andere Unternehmen der Branche hat auch Kering in den vergangenen Jahren unter einer Abschwächung der Nachfrage gelitten, insbesondere aufgrund der schwächeren Entwicklung in China, einem der wichtigsten Märkte für Luxusgüter.
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