Kering beginnt seine Erholung: Zwischen Umsatzstabilisierung und „ReconKering“
Am Dienstag veröffentlichte Kering seine aktuellen Resultate. Mit einem Umsatz von 3,57 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026 stabilisierte der französische Luxusgüterkonzern seine Einnahmen auf vergleichbarer Basis. Der organische Umsatz wächst zwar weiterhin nicht, doch diese Stagnation bei null Prozent markiert das Ende einer Phase des freien Falls. Sie bildet die Basis, auf der CEO Luca de Meo seinen Sanierungsplan aufbauen will.
Umsatzentwicklung auf der Suche nach Balance
Das erste Quartal schloss mit einer stabilen Umsatzentwicklung von null Prozent auf organischer Basis ab. Der berichtete Rückgang um sechs Prozent verdeutlicht jedoch die Auswirkungen der jüngsten Portfolioanpassungen. Dieses Resultat deutet darauf hin, dass der Konzern seinen Abwärtstrend stoppen kann. De Meo führt dies auf die ersten spürbaren Auswirkungen einer konsequenten Umsetzung der operativen Veränderungen zurück. Der Kontrast zwischen den Vertriebskanälen bleibt jedoch deutlich. Während der Umsatz im eigenen Einzelhandelsnetz um zwei Prozent zurückging, wuchs das Großhandelsgeschäft um sechs Prozent, angetrieben von der Eyewear-Sparte, die sich als widerstandsfähiger Motor erweist.
Gucci: Der Beginn einer transatlantischen Erholung
Als treibende Kraft des Konzerns befindet sich Gucci weiterhin in einer Erholungsphase. Die Marke verzeichnete einen Umsatz von 1,35 Milliarden Euro, was einem Rückgang um acht Prozent auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Während der asiatisch-pazifische Raum und Westeuropa die Bilanz noch negativ belasten, sendet Nordamerika mit einem Wachstum von acht Prozent ein starkes Signal. Diese Erholung in den USA bestätigt die ersten Maßnahmen zur Neuausrichtung des Sortiments. Die Strategie basiert nun auf einer drastischen Straffung der Produktkategorien. Zudem werden die Kollektionen über das Jahr verteilt gestaffelt eingeführt, um die Begehrlichkeit der Marke wiederherzustellen.
Strategische Immobilienverkäufe: 729 Millionen Euro für sofortige Liquidität
Kering scheint die Kritik an seiner vergangenen Immobilien-Kaufwut gehört zu haben. Der Konzern nutzte dieses Quartal, um einen Teil seines Immobilienportfolios in Mailand zu veräußern. Der Konzern schloss eine Vereinbarung mit der Al Mirqab Group über die Immobilie in der Via Monte Napoleone 8, einer der prestigeträchtigsten Luxus-Einkaufsstraßen der Welt. Diese Transaktion bringt Kering bei Abschluss 729 Millionen Euro ein, zu denen in fünf Jahren weitere 432 Millionen Euro hinzukommen werden.
Obwohl der Konzern 20 Prozent an der neu gegründeten Gesellschaft für die Immobilien behält, zeigt dieser Verkauf eine klare Prioritätensetzung. Der Fokus liegt auf der Stärkung der Bilanz, die in den letzten Jahren durch Immobilienkäufe stark belastet wurde. Finanzielle Flexibilität hat nun Vorrang vor dem direkten Besitz von Immobilien.
Engagement im Nahen Osten: Eine erste Bilanz in Zahlen
Um dem Markt mehr Transparenz zu bieten, hat der Konzern die Resultate im Nahen Osten gesondert ausgewiesen. Diese Region macht fünf Prozent seiner Einzelhandelsumsätze aus. Während der Jahresanfang vielversprechend war, kehrte die Verschärfung der Konflikte in der Region den Trend ab Ende Februar abrupt um. Der Einzelhandelsumsatz in der Region schloss das Quartal mit einem Rückgang um elf Prozent ab. Über die lokalen Auswirkungen hinaus beobachtet das Management die potenziellen Folgen für die internationalen Touristenströme genau, die traditionell wichtige Konsumtreiber für die Marken des Konzerns sind.
Schmuck und Brillen als Stabilisatoren
Während sich der Lederwarenbereich neu aufstellt, etablieren sich die Segmente „Jewelry“ und „Eyewear“ als leistungsstarke Wachstumstreiber:
- Kering Jewelry verzeichnet ein vergleichbares Wachstum um 22 Prozent, angetrieben durch die hervorragenden Resultate von Boucheron. Die Gründung einer eigenen Geschäftseinheit im März unter der Leitung von Jean-Marc Duplaix unterstreicht das Ziel, diesen Bereich als eigenständige Plattform zu strukturieren.
- Kering Eyewear verzeichnet mit 489 Millionen Euro sein historisch bestes Quartal, beflügelt durch die Integration führender Lizenzen wie Valentino.
Plattformstrategie und der Plan „ReconKering“
Die Neuausrichtung von Kering beschränkt sich nicht nur auf den Vertrieb. Der Konzern hat eine strategische Allianz mit L’Oréal im Beauty-Bereich geschlossen und zwei Kompetenzzentren für die Bereiche „Industrie“ und „Kundschaft“ geschaffen, um die operative Effizienz der Häuser zu steigern.
Der Höhepunkt der Reformbestrebungen wird für den 16. April erwartet. Auf dem Kapitalmarkt-Tag in Florenz wird der Plan „ReconKering“ detailliert vorgestellt, der die neuen mittelfristigen Ziele für Margen und organisches Wachstum festlegen soll.
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