JC Penney beantragt Gläubigerschutz

Der US-Handelskonzern JC Penney Company Inc. hat nach Chapter 11 des US-Rechts beim Insolvenzgericht des Southern District of Texas Gläubigerschutz beantragt. Dies gab das Unternehmen am Freitagabend in einer Mitteilung an Investoren bekannt. JC Penney ist bislang der größte US-Einzelhändler, der in der Corona-Krise Insolvenz angemeldet hat. Auch Konkurrenten Neiman Marcus und J.Crew sind insolvent.

Der Gläubigerschutz soll dem Unternehmen die Umsetzung eines Plans ermöglichen, der eine Schuldenreduzierung und finanzielle Flexibilität in der Krise ermögliche, so JC Penney. Zudem soll ein Käufer gefunden werden. Das Unternehmen beschäftigt rund 85.000 Menschen und betreibt fast 850 Geschäfte in den USA, die schrittweise wieder geöffnet werden sollen.

JC Penney will Filialnetz um 30 Prozent straffen

Es soll jedoch als Teil des Insolvenzverfahrens fast 30 Prozent der Läden aufgegeben werden, was die Zahl auf rund 600 reduziert. Laut Sanierungsplan des Unternehmens sollen dies schlecht besuchte Standorte sein. Einzelheiten dazu würden in der nächsten Woche mitgeteilt, so JC Penney.

Das Unternehmen gab ebenfalls an, es verfüge über Barbestände von rund 500 Millionen US-Dollar (mehr als 460 Millionen Euro) und gehe davon aus, dass Finanzierungszusagen und laufende Umsätze ausreichten, um den Betrieb aufrecht zu erhalten und eine Umstrukturierung zu ermöglichen.

Die Kaufhauskette steckte schon vor der Coronavirus-Pandemie in der Krise und verzeichnete seit Jahren Verluste, die Teils auf schlechte Managemententscheidungen wie die Aufgabe der Eigenmarken des Konzerns und Teils auf die zunehmende Konkurrenz durch den Onlinehandel und Discounter zurückzuführen sind.

Foto: JC Penney

 

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