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Japanische Papierunternehmen bieten nachhaltige Alternativen zu Plastik

Von Don-Alvin Adegeest

20. Sept. 2021

Business

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Ausländische Besucher und Besucherinnen, die nach Japan kommen, werden feststellen, wie sehr die Verpackung Teil der japanischen Kultur ist. Die sorgfältige handwerkliche Verarbeitung selbst der einfachsten Produkte ist sowohl eine Geste als auch eine Qualitätsgarantie. Einzeln verpackte Produkte sind zwar ästhetisch ansprechend, aber ein Alptraum in Sachen Nachhaltigkeit.

Die führenden papierherstellenden Betriebe Japans haben dies zur Kenntnis genommen und innovative Wege entwickelt, um Plastik zu beseitigen und einen umweltfreundlicheren Weg bei Verpackung und Versand einzuschlagen.

Eine Tochtergesellschaft von Nippon Paper Industries hat eine wasserdichte Pappschachtel als Alternative zu Styroporbehältern entwickelt. Nach Angaben des Produktionsriesen kann der Karton bis zu drei Wochen lang Wasser halten, ohne auszulaufen. Lebensmittelverarbeitende Unternehmen verwenden diese bereits für den Transport von Fisch, aber auch andere Branchen, darunter die Modebranche, könnten davon profitieren.

Der Präsident des Tochterunternehmens Nippon Tokai Industrial Paper Supply sagte, dass das Unternehmen im allgemeinen Trend zu nachhaltigen Produkten eine Chance sehe, und dass es „große Anstrengungen“ unternehmen werde, um „diese gesellschaftlichen Trends zu nutzen“.

Eine weitere Innovation stammt von der Daio Paper Corporation, die Haken und Bügel aus Kunststoff in unseren Haushalten durch hochfeste Papierversionen ersetzen will. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen bestrebt, Abfälle zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen, indem es eine Füllstoff-Recyclingtechnologie einsetzt und in der Praxis anwendet. Im Rahmen einer Null-Abfall-Emissions-Initiative verwendet das Unternehmen Abfälle, die bei der Herstellung von Zellstoff und Papier anfallen, für Anwendungen in Materialien aus Zement, Baumaterialien und zur Landgewinnung wieder.

Nachzügler des Klimawandels

Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt Japan in Sachen Klimawandel hinterher, so der Climate Action Tracker (CAT) von Wissenschaftsanalysten weltweit. Der CAT stuft Japans Klimaziele, -politik und -finanzierung als „unzureichend“ ein, was bedeutet, dass Japans Klimapolitik und -verpflichtungen erheblich verbessert werden müssen, um mit dem im Pariser Abkommen festgelegten Temperaturlimit von 1,5°C übereinzustimmen.

*Dieser übersetzte Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.uk.*