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Insolventer Schuhhändler Minelli: Sechs Übernahmeangebote liegen vor

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens des französischen Schuhhändlers Minelli wurden sechs Übernahmeangebote abgegeben, die zumeist nur Teile des Unternehmens betreffen. Dies geht aus Informationen auf der Website des Pariser Handelsgerichts hervor und bestätigt Erkenntnisse des Wirtschaftsmediums l'Informé.

Die Kaufinteressenten für die Marke, die im März zweieinhalb Jahre nach einem ähnlichen Verfahren wieder in die Insolvenz gerutscht war, hatten bis zum 11. Mai Zeit, ihre Unterlagen einzureichen.

Vier der sechs Angebote sehen nur die Übernahme von einem oder zwei der 21 Minelli-Läden vor. Die Angebote wurden am Dienstag von der Geschäftsstelle des Gerichts online gestellt und von der AFP eingesehen.

Maje und Jimmy Fairly zählen zu den potenziellen Käufern

Die Ready-to-wear-Marke Maje, die zur SMCP-Gruppe gehört, offeriert demnach, die Mietrechte für Geschäftsräume in der Avenue Mac-Mahon und der Avenue des Ternes in Paris für 550.000 Euro zu erwerben.

Die Modemarke Father and Sons bietet 450.000 Euro für das Geschäft in der Avenue des Ternes.

An letzterem ist auch der Optiker Jimmy Fairly interessiert. Er bietet 751.000 Euro für das Geschäft in Paris und weitere 251.000 Euro für eine andere Boutique in Bordeaux. Die Bäckereikette Mie Câline wiederum möchte ein Geschäft in Avignon für 150.000 Euro übernehmen.

Überraschender ist das Angebot der Transport- und Logistikgruppe Baghaira. Sie bietet 300.000 Euro für die Übernahme der Marke Minelli und ihrer Lagerbestände im Wert von 2,7 Millionen Euro. Zudem sollen neun Mitarbeiter:innen der Zentrale in Gémenos (Bouches-du-Rhône) übernommen werden. Die 21 Boutiquen und deren 77 Beschäftigte sind nicht Teil des Angebots.

Baghaira erklärt, seine Aktivitäten diversifizieren zu wollen. Die 1973 gegründete Marke soll über den E-Commerce und langfristig auch in Kaufhäusern wiederbelebt werden.

Schließlich schlägt der Unternehmer Philippe Sayada eine Gesamtübernahme für nur zwei Euro vor. Die Bedingungen dafür müssen noch präzisiert werden.

Die Marke Minelli war bereits 2023 in Marseille in ein Insolvenzverfahren gegangen. Sie wurde damals von drei Käufern gerettet. Dabei handelte es sich um Investoren und die Bekleidungsmarke „Mes Demoiselles Paris“. Die Marke wurde in eine neue Gesellschaft – „Maison Minelli“ – integriert. Diese befindet sich seit März nun ebenfalls in einem Insolvenzverfahren.

Laut dem letzten veröffentlichten Geschäftsbericht machte die Marke im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Verlust von 3,7 Millionen Euro.

Die Rettung im Jahr 2024 ging zu Lasten zahlreicher Mitarbeiter:innen. Die Belegschaft wurde von 600 auf weniger als 200 Personen reduziert.

Mit Claire's, Jennyfer, Okaïdi oder IKKS sind in den jüngsten beiden Jahren zahlreiche Accessoires- und Modemarken in Frankreich in die Insolvenz gegangen. Einige litten besonders unter der Konkurrenz durch asiatische Online-Plattformen mit sehr niedrigen Preisen.

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