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Inditex, Amazon und Patagonia versprechen CO2-freien Versand bis 2040

Von Rosalie Wessel

10. Nov. 2021

Business

Bild: Patagonia Facebook
Bild: Patagonia Facebook

Namhafte Einzelhändler wie Inditex, Amazon und Patagonia haben sich der Koalition Cargo Owners for Zero Emission Vessels (Cozev) angeschlossen und sich verpflichtet, bis 2040 eine CO2-freie Seefracht zu erreichen.

Mit dem Beitritt zu einem neuen, vom Aspen Institute geleiteten Netzwerk von Frachteigentümer:innen hat eine große Gruppe von Unternehmen ihre Absicht bekundet, bis zum Jahr 2040 all ihre Seefrachten auf Schiffe umzustellen, die mit Null-Emissionen fahren. Die unterzeichnenden Unternehmen wollen mit dieser Ankündigung die Dringlichkeit dieses Themas verdeutlichen und das Vertrauen der Investierenden in das Potenzial der CO2-freien Schifffahrt stärken.

Laut Cozev trägt die Frachtschifffahrt jedes Jahr schätzungsweise mit 1 Milliarde Tonnen zur Klimaverschmutzung bei und ist für 3 Prozent aller globalen Emissionen verantwortlich. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, muss die Seeschifffahrtsbranche ab Mitte der 2020er Jahre CO2-freie Kraftstoffe verwenden und bis 2050 vollständig dekarbonisiert sein.

Die ehrgeizige Vereinbarung wurde bereits von Unternehmen wie Inditex, Amazon, Brooks Running, Patagonia, Tchibo, Unilever, Michelin, Frog Bikes und Ikea unterzeichnet.

„Wir freuen uns sehr, diese dringend benötigte Initiative mit ins Leben zu rufen“, sagte Edgar Blanco, Director, Net-Carbon Zero bei Amazon. „Die Zeit zum Handeln ist jetzt gekommen, und wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit anderen Reedereien, die bei der Bekämpfung des Klimawandels eine Vorreiterrolle übernehmen wollen.“

Innerhalb der Seeschifffahrtsbranche gibt es weitere Bestrebungen, die Dekarbonisierung zu beschleunigen und die Auswirkungen der globalen Emissionen zu verringern. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) - die globale Regulierungsbehörde für die Schifffahrt - arbeitet derzeit an einer Treibhausgasstrategie, die von der Branche eine Reduzierung der absoluten Emissionen verlangt. Diese verlangt jedoch nur eine Reduzierung um 50 Prozent bis 2050 im Vergleich zu 2008.

Die Cozev-Vereinbarung wird es Unternehmen auch ermöglichen, erstmals CO2-freie Seeverkehrskorridore zu schaffen, und signalisiert die Erwartung, dass Konsumgüterunternehmen und der Einzelhandel zusammenarbeiten. Darüber hinaus haben die unterzeichnenden Unternehmen auch die politischen Entscheidungstragenden aufgefordert, Schritte in Richtung einer vollständigen Dekarbonisierung zu unternehmen. Die Zusammenarbeit soll dazu führen, dass politische Maßnahmen ergriffen werden, die den Übergang zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft weniger kostspielig machen.

„Die Seeschifffahrt muss, wie alle Sektoren der Weltwirtschaft, schnell dekarbonisiert werden, wenn wir die Klimakrise lösen wollen, und multinationale Unternehmen werden eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es darum geht, eine saubere Energiewende in der Schifffahrt zu katalysieren“, sagte Dan Porterfield, Präsident und CEO des Aspen Instituts. „Wir beglückwünschen die Unterzeichnenden des Cozev 2040 Ambition Statements für ihre Führungsrolle und fordern andere Frachteigentümer:innen, Agierende der Wertschöpfungskette und Regierungen auf, sich uns anzuschließen.“

Dieser übersetzte Beitrag erschien ursprünglich auf FashionUnited.uk.

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