Hugo Boss senkt Jahresprognosen
Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG hat am Montagabend seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten korrigiert. Das Management rechnet nun mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Zuvor war das Unternehmen von einem Minus im mittleren bis hohen einstelligen Bereich ausgegangen.
Auch die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde gesenkt. Hatte der Konzern dort bisher 300 bis 350 Millionen Euro erwartet, stellt er nun nur noch 250 bis 300 Millionen Euro in Aussicht.
„Dies berücksichtigt sowohl höhere nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf IT-Assets infolge der sich rasch wandelnden Entwicklungen im Bereich KI und Technologie als auch vorsichtigere Annahmen hinsichtlich der Konsumnachfrage“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung.
Im dritten Quartal sinken Umsatz und Betriebsergebnis
Gleichzeitig legte der Bekleidungsanbieter ausgewählte Eckdaten zur Entwicklung im dritten Quartal vor. Demnach sank der Konzernumsatz um vier Prozent auf 946 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse um fünf Prozent. Die Einbußen spiegelten nach Angaben des Unternehmens die „laufende strategische Refokussierung des Geschäfts“ im Zuge der Strategie ‚Claim 5 Touchdown‘ sowie „die verhaltene Konsumnachfrage in wichtigen Märkten“ wider.
Die Bruttomarge stieg demnach im dritten Quartal um 220 Basispunkte auf 63,3 Prozent. Dies war unter anderem auf „Effizienzsteigerungen in der Beschaffung und optimierte Preisstrategien“ zurückzuführen. Die operativen Aufwendungen stiegen jedoch um zwei Prozent, da erhöhte Verwaltungskosten die Einsparungen in Vertrieb und Marketing überwogen.
Infolgedessen sank das EBIT, das im Vorjahresquartal bei 95 Millionen Euro gelegen hatte, auf 81 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verringerte sich von 9,6 auf 8,6 Prozent.
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