Hugo Boss: Frasers Group gibt Widerstand gegen Aufsichtsratschef Stephan Sturm auf

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG und sein Großaktionär Frasers Group Plc haben ihre Unstimmigkeiten über die Besetzung des Aufsichtsrates nun auch offiziell beigelegt.

Am Dienstag erklärte Hugo Boss in einer Stimmrechtsmitteilung, dass der britische Handelskonzern seine Position in Bezug auf den Aufsichtratsvorsitzenden Stephan Sturm „neu bewertet“ habe. Im November hatte der größte Einzelaktionär des Modeunternehmens für Aufsehen gesorgt, als er Sturms Abberufung gefordert hatte. Von diesem Bestreben nahm der Handelskonzern jetzt Abstand.

„Die Frasers Group Plc. unterstützt Herrn Sturm nunmehr in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats“, heißt es in der Meldung unter Berufung auf ein Schreiben des britischen Handelskonzerns. „Dementsprechend beabsichtigt die Frasers Group Plc. nicht mehr, auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Hugo Boss AG mit dem Ziel Einfluss zu nehmen, Herrn Sturm abzuberufen oder einen neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu ernennen.“

Die Frasers Group begrüße außerdem „die auf der Hauptversammlung 2026 beschlossene Dividende“ und unterstütze „insoweit die geänderte Dividendenpolitik der Hugo Boss AG“, erklärte das Unternehmen. Im November hatte der britische Einzelhändler Hugo Boss für vermeintlich überhöhte Ausschüttungen an die Aktionär:innen kritisiert. Inzwischen hat das Modeunternehmen seine Jahresdividende erheblich gesenkt.


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